Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • WooCommerce ist Open-Source-Software ohne Plattformgebühr. Sie zahlen für Hosting, Domain und einzelne Erweiterungen. Ihre Daten liegen auf Ihren Servern.
  • Shopify kostet ab 25 Euro pro Monat (Jahresvertrag) und erhebt zusätzlich 2 % Transaktionsgebühr, wenn Sie nicht Shopify Payments nutzen. Kundendaten werden auf Servern in Kanada und den USA verarbeitet.
  • Für den deutschen Mittelstand mit bestehender WordPress-Präsenz, individuellen Anforderungen oder Wunsch nach Datenkontrolle ist WooCommerce in der Regel die tragfähigere Basis.
  • Shopify ist die richtige Wahl, wenn Sie schnell einen einfachen Shop starten wollen und kein technisches Betreuungsteam haben.

Wer einen Onlineshop aufbaut, landet früh bei dieser Frage: WooCommerce oder Shopify? Die ehrliche Antwort fällt nicht neutral aus. Für die meisten mittelständischen Unternehmen in Deutschland überwiegen die Argumente für WooCommerce, weil Datenkontrolle, Flexibilität und langfristige Unabhängigkeit vom Plattformanbieter dort klar besser aufgehoben sind. Shopify ist kein schlechtes System, es hat nur andere Stärken und passt zu anderen Anforderungen. Dieser Ratgeber legt die entscheidenden Unterschiede offen, damit Sie wissen, auf was Sie sich jeweils einlassen.

Der grundlegende Unterschied: Eigene Infrastruktur oder Mietmodell

Kurz gesagt: WooCommerce ist eine Open-Source-Erweiterung für WordPress, die auf Ihrer eigenen Infrastruktur läuft. Shopify ist ein vollständig verwalteter Dienst, bei dem Ihr Shop auf den Servern des Anbieters betrieben wird.

WooCommerce ist kein eigenständiges Shop-System, sondern ein frei verfügbares Plugin für WordPress, das unter der Marke Woo von Automattic gepflegt wird. Sie installieren es auf eigenem Hosting, in einer eigenen Datenbank, auf einem Server Ihrer Wahl. Alle Daten liegen bei Ihnen. Der Quellcode ist einsehbar, anpassbar, und Sie sind weder an ein Abonnement noch an einen Anbieter gebunden.

Shopify ist das Gegenteil davon: eine Software-as-a-Service-Plattform mit Sitz in Kanada. Ihr Shop läuft auf den Servern von Shopify, Sie zahlen monatlich für die Nutzung und erhalten dafür eine vollständig verwaltete Infrastruktur. Das spart Aufwand, kostet aber den direkten Zugriff auf Ihre Infrastruktur und Ihre Daten.

Dieser strukturelle Unterschied zieht sich durch jeden anderen Vergleichspunkt: Kosten, Flexibilität, Datenschutz und Abhängigkeit vom Anbieter.

Was beides wirklich kostet

Kurz gesagt: WooCommerce hat keine Plattformgebühr. Bei Shopify addieren sich Monatsgebühr und, bei externen Zahlungsanbietern, eine zusätzliche Transaktionsgebühr. Diese Kombination macht Shopify ab einem gewissen Umsatz deutlich teurer.

WooCommerce selbst kostet nichts, das ist keine Marketingaussage, sondern das Open-Source-Modell. Was anfällt: Hosting, Domain und gegebenenfalls kostenpflichtige Erweiterungen für spezielle Anforderungen. Gutes Managed WordPress-Hosting mit ausreichend Leistung für einen mittelständischen Shop, etwa bei all-inkl.com*, bewegt sich je nach Paket in einer überschaubaren monatlichen Größenordnung. Die Kosten für einen Zahlungsdienstleister wie Stripe oder Mollie fallen pro Transaktion an, unabhängig von der Shop-Plattform.

Bei Shopify kommen mehrere Kostenpositionen zusammen. Die aktuellen Pläne nach Jahresabschluss (Stand: Juni 2026, Preisseite shopify.com/de/preise):

Plan Preis/Monat (Jahresabo) Transaktionsgebühr ext. Anbieter
Basic 25 € 2,0 %
Grow 66 € 1,0 %
Advanced 289 € 0,6 %
Plus ab 2.100 € 0,2 %

Die Transaktionsgebühr fällt nur an, wenn Sie statt Shopify Payments einen externen Zahlungsanbieter einsetzen, also Stripe, Mollie oder PayPal direkt. In Deutschland ist Shopify Payments nutzbar, aber es bindet Sie an ein weiteres Shopify-Produkt und schränkt die Wahlfreiheit ein. Wer auf ein anderes, in Deutschland verbreitetes Zahlungssystem oder einen spezialisierten Anbieter setzt, zahlt zusätzlich. Bei einem Shop mit 20.000 Euro Monatsumsatz auf dem Basic-Plan bedeuten 2 % Transaktionsgebühr 400 Euro extra, jeden Monat, zusätzlich zum Abo.

Wie sich dieses Verhältnis über verschiedene Umsätze verschiebt, zeigt der folgende Rechner. Ziehen Sie den Regler auf Ihren ungefähren Monatsumsatz.

Monatliche Plattformkosten nach Umsatz

System Monatliche Plattformkosten
Shopify Basic 25 € Grundgebühr plus 2,0 % vom Umsatz
Shopify Grow 66 € Grundgebühr plus 1,0 % vom Umsatz
Shopify Advanced 289 € Grundgebühr plus 0,6 % vom Umsatz
WooCommerce rund 30 € Hosting, keine Umsatzgebühr
Monatliche Plattformkosten bei einem externen Zahlungsanbieter, dann fällt Shopifys Transaktionsgebühr an. Mit Shopify Payments entfällt sie. Die Gebühr des Zahlungsdienstleisters selbst, etwa Stripe oder Mollie, fällt bei beiden Systemen gleich an und ist hier nicht enthalten. WooCommerce ist mit einem Hosting-Mittelwert von 30 Euro angesetzt (Spanne 10 bis 50 Euro, eigene Marktbeobachtung). Shopify-Tarife Stand Juni 2026.

Hinzu kommen Apps: Erweiterte Auswertungen, bestimmte B2B-Funktionen, spezifische Versandanbindungen oder professionelle Themes sind bei Shopify häufig kostenpflichtige Zusatzabonnements. Aus eigener Projekterfahrung liegt ein mittelständischer Shop mit ernsthaften Anforderungen schnell deutlich über dem reinen Grundpreis des Tarifs.

Direkt umsetzbar: Ab welchem Umsatz WooCommerce günstiger wird

Die Formel für den Break-Even-Monatsumsatz (bei externem Zahlungsanbieter):

Break-Even = (Shopify-Grundgebühr, WooCommerce-Hosting) / Shopify-Transaktionsgebühr in %

Beispiel Shopify Basic (25 €, 2,0 %):
(25 € − 30 €) / 0,02 = −250 €
→ WooCommerce ist ab dem ersten Euro Umsatz günstiger,
  weil die Transaktionsgebühr die minimal höheren Hosting-Kosten sofort übersteigt.

Beispiel Shopify Grow (66 €, 1,0 %):
(66 € − 30 €) / 0,01 = 3.600 € Monatsumsatz
→ Unter 3.600 € ist Shopify Grow minimal günstiger. Darüber dreht es.

Beispiel Shopify Advanced (289 €, 0,6 %):
(289 € − 30 €) / 0,006 = 43.167 € Monatsumsatz
→ Erst ab rund 43.000 € monatlich rechnet sich Advanced gegenüber WooCommerce.

Ihre Werte einsetzen:
Break-Even = (Shopify-Plan in € − Ihr Hosting in €) / (Transaktionsgebühr / 100)

Eigener Hosting-Wert: Das Hosting für einen mittelständischen WooCommerce-Shop liegt je nach Paket zwischen 10 und 50 Euro im Monat. Wer mit einem günstigen Einstiegspaket (10 €) rechnet, verschiebt den Break-Even nach unten; wer auf ein Managed-WordPress-Paket mit mehr Leistung setzt (50 €), nach oben. Die Transaktionsgebühr entfällt bei Shopify Payments komplett, was die Rechnung zugunsten von Shopify dreht.

Diese Rechnung zeigt die reine Plattformkostenseite. Für eine vollständige Entscheidungsgrundlage gehören Einrichtungsaufwand, Flexibilitätsbedarf und Datenschutzanforderungen dazu. Wir helfen dabei, die Zahlen für Ihren konkreten Fall durchzurechnen.

Wie weit sich beide Systeme anpassen lassen

Für einen geradlinigen Shop mit Standardanforderungen ist Shopify gut gerüstet: Produktverwaltung, Checkout, einfache Auswertungen, Bestellabwicklung. Wenn die Anforderungen darüber hinausgehen, zeigen sich die Grenzen. Eigene Preislisten für verschiedene Kundengruppen, Produktkonfiguratoren, komplexe Versandregeln oder eine direkte Anbindung an ein Warenwirtschafts- oder ERP-System landen schnell in höheren Tarifstufen oder erfordern kostenpflichtige Apps.

WooCommerce profitiert vom gesamten WordPress-Ökosystem. Das Plugin-Verzeichnis umfasst tausende Erweiterungen, dazu gibt es individuell entwickelte Lösungen für nahezu jede Anforderung. Für Unternehmen, die langfristig wachsen und ihren Shop mit vorhandenen Systemen verzahnen wollen, ist diese Offenheit ein handfester Vorteil gegenüber einem geschlossenen Plattformmodell.

Welchen technischen Aufwand der Betrieb verlangt

Shopify nimmt Ihnen Serversicherheit, Updates der Kernplattform und Infrastrukturpflege vollständig ab. Wer kein technisches Team hat und sich nicht mit Hosting befassen möchte, hat hier weniger auf dem Tisch. Das ist der stärkste praktische Vorteil von Shopify.

Bei WooCommerce müssen Updates eingespielt werden: WordPress, WooCommerce selbst und alle genutzten Erweiterungen. Das klingt nach mehr Aufwand, ist aber mit einem zuverlässigen Hoster und einer Agentur, die den Betrieb verantwortet, gut beherrschbar. Die meisten mittelständischen Unternehmen geben diesen Teil bewusst aus der Hand. Was für Shopify wie Freiheit wirkt, ist für viele Betriebe schlicht eine Betreuungsfrage, und die lässt sich bei WooCommerce genauso strukturiert beantworten. Die tägliche Arbeit am Shop, also Produkte anlegen, Bestellungen bearbeiten, Preise pflegen, ist in beiden Systemen ähnlich komfortabel.

Einen Unterschied gibt es beim Ausfall: Fällt Shopify als Plattform aus (oder stellt Funktionen ein), haben Sie keine Alternative. Bei WooCommerce auf eigenem Hosting ist die Infrastruktur in Ihrer Hand.

Datenschutz und Datenkontrolle

Kurz gesagt: WooCommerce auf eigenem EU-Hosting bedeutet, dass Kundendaten ausschließlich auf Ihren Servern liegen. Bei Shopify werden Daten über die irische Tochtergesellschaft empfangen und dann an Shopify-Standorte in Kanada und den USA weitergeleitet.

Das ist kein theoretisches Problem, sondern eine Dokumentationspflicht. DSGVO-Konformität lässt sich mit beiden Systemen erreichen, aber der Aufwand ist unterschiedlich. Bei WooCommerce auf Hosting mit Servern in Deutschland oder der EU wissen Sie, wo Ihre Kundendaten liegen, und können das ohne Umwege belegen. Das ist relevant für den eigenen Datenschutzbeauftragten, für B2B-Kunden, die nach Verarbeitungsverzeichnissen fragen, und für regulierte Branchen.

Bei Shopify gibt das Unternehmen selbst in seiner Datenschutzerklärung an: Ihre Daten werden über die irische Tochtergesellschaft empfangen und dann an andere Shopify-Standorte und Dienstleister übermittelt, die sich in Kanada (Hauptsitz) und den USA befinden können. Shopify stellt Standardvertragsklauseln bereit, rechtlich lässt sich das absichern. Der Dokumentationsaufwand und die Abhängigkeit von Entscheidungen eines kanadischen Unternehmens bleiben aber bestehen. Für Unternehmen in regulierten Bereichen oder mit datenschutzsensiblen B2B-Kundendaten ist das ein Faktor, der in die Entscheidung gehört. Zu den Pflichtangaben und Rechtstexten im Shop selbst, unabhängig vom gewählten System, gibt der Artikel Rechtssicherer Onlineshop eine strukturierte Übersicht.

Der direkte Vergleich auf einen Blick

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Kriterien zusammen. Kosten für WooCommerce-Hosting sind eigene Marktbeobachtung, da es keine amtliche Preisstatistik für Webhosting gibt.

Kriterium WooCommerce Shopify
Softwarekosten kostenlos (Open Source) ab 25 €/Monat (Jahresabo)
Hosting eigene Wahl, ca. 10–50 €/Monat je nach Shopgröße im Tarif enthalten
Transaktionsgebühr keine (nur Zahlungsdienstleister) 0 % mit Shopify Payments, 0,6–2 % bei externen Anbietern
Datenkontrolle vollständig, eigene Server Daten bei Shopify (Kanada/USA)
Flexibilität und Anpassung sehr hoch, vollständiger Quellcode-Zugriff mittel, begrenzt auf App-Ökosystem
Technischer Pflegeaufwand Updates selbst oder durch Agentur/Hoster Plattform wird von Shopify gewartet
ERP/Warenwirtschafts-Anbindung sehr gut möglich möglich, oft teurer oder über Apps
Unabhängigkeit vom Anbieter vollständig gebunden an Shopify
Einstiegsgeschwindigkeit mittel (Hosting, WordPress, WooCommerce einrichten) schnell (alles aus einer Hand)

Wann Shopify trotzdem die bessere Wahl ist

Es gibt Situationen, in denen Shopify klar Sinn macht. Wer einen schnellen Markttest fahren will, kein bestehendes WordPress-System hat und sich bewusst für eine vollständig verwaltete Lösung entscheidet, ist mit Shopify zügig startklar. Auch für rein verkaufsorientierte Shops mit überschaubarem Sortiment, einfachen Versandregeln und ohne Bedarf an tiefer Systemintegration ist Shopify eine berechtigte Wahl. Wenn das interne Team keine technischen Ressourcen hat und auch keine Agentur beauftragen will, die WooCommerce betreut, ist die verwaltete Shopify-Infrastruktur der bessere Start.

Für den typischen mittelständischen Betrieb mit gewachsener Online-Präsenz, vorhandenen Kundendaten, individuellen Anforderungen und dem Wunsch nach langfristiger Unabhängigkeit überwiegen die Argumente für WooCommerce. Und wer heute mit Shopify startet, kann später zu WooCommerce migrieren, aber der Aufwand wächst mit dem Shopumfang.

Ein Beispiel aus der Praxis

In einem Projekt kam ein mittelständisches Produktionsunternehmen zu uns, das seinen B2B-Shop auf Shopify betrieben hatte. Die Grundfunktionen liefen problemlos, aber drei Anforderungen ließen sich nicht vernünftig abbilden: individuelle Preislisten je Kunde, eine direkte Anbindung an das bestehende ERP-System und die DSGVO-konforme Verarbeitung der Kundendaten auf deutschen Servern. Für jede dieser Anforderungen wäre der Sprung in den nächsthöheren Shopify-Tarif oder eine teure App-Lösung nötig gewesen. Die Migration auf WooCommerce war kein trivialer Schritt, aber nach der Umstellung konnten alle drei Punkte ohne laufende Extrakosten abgebildet werden. Versand, Steuersätze und Rechtstexte für Deutschland sauber einzurichten gehört dabei zum Aufbauprozess, nicht zum Nachher, wie der Artikel Versand, Steuern und Rechtstexte in WooCommerce zeigt.

Was die Einrichtung realistisch kostet

Einen seriösen Pauschalpreis gibt es für keines der beiden Systeme, weil der Aufwand vom Ausgangszustand und den Anforderungen abhängt. Als Orientierung aus eigener Projekterfahrung:

Ausgangslage System Einmaliger Aufwand (Einschätzung)
Einfacher Start, wenig Sortiment, keine besonderen Anforderungen Shopify oder WooCommerce Niedrig bis mittel
Individuelles Design, spezifische Zahlungsarten, Versandlogik WooCommerce Mittel
ERP-Anbindung, Kundengruppenpreise, komplexes Sortiment WooCommerce Mittel bis hoch
Migration von Shopify zu WooCommerce mit bestehendem Sortiment WooCommerce Je nach Produktanzahl mittel bis hoch

Was für eine professionelle Website insgesamt anfällt, zeigt der Ratgeber Was kostet eine professionelle Website 2026.

Entscheidungs-Checkliste: WooCommerce oder Shopify?

Gehen Sie die Punkte durch. Überwiegen die ersten sechs, ist WooCommerce die stärkere Basis.

  • Betreiben Sie bereits eine WordPress-Website und wollen den Shop integrieren?
  • Sollen Kundendaten ausschließlich auf deutschen oder EU-Servern liegen?
  • Brauchen Sie individuelle Preislisten, Kundengruppen oder B2B-Funktionen?
  • Ist eine Anbindung an ein ERP- oder Warenwirtschaftssystem geplant?
  • Wollen Sie langfristig unabhängig vom Plattformanbieter bleiben?
  • Nutzen Sie externe Zahlungsanbieter statt Shopify Payments?
  • Möchten Sie schnell starten, ohne technische Infrastruktur einzurichten?
  • Hat Ihr Team keinerlei technische Ressourcen und keine Agenturbetreuung?

Punkte 1–6 sprechen für WooCommerce, Punkte 7–8 sprechen für Shopify.

Das Wichtigste zum Mitnehmen

  • WooCommerce ist kostenlose Open-Source-Software. Ihre Daten, Ihr System, Ihre Regeln. Der Pflegeaufwand ist beherrschbar, wenn jemand den Betrieb verantwortet.
  • Shopify ist komfortabel und schnell startbereit, bindet Sie aber an eine externe Infrastruktur und kostet bei externen Zahlungsanbietern dauerhaft mehr.
  • Die Transaktionsgebühr von bis zu 2 % ist bei wachsendem Umsatz kein kleiner Posten. Bei 20.000 Euro Monatsumsatz sind das 400 Euro extra, Monat für Monat.
  • Für den deutschen Mittelstand mit Datenschutzpflichten, individuellen Anforderungen und bestehendem WordPress-Stack ist WooCommerce die tragfähigere langfristige Basis.

Häufige Fragen

Kann ich meinen bestehenden Shopify-Shop zu WooCommerce migrieren?

Ja. Produktdaten, Kundendaten und Bestellhistorie lassen sich aus Shopify exportieren und in WooCommerce importieren. Der Aufwand hängt vom Umfang des Shops ab und ist bei mehreren tausend Produkten oder komplexen Varianten nicht trivial. Wichtig ist, dass bestehende URLs und erreichte Rankings beim Umzug erhalten bleiben.

Welche Zahlungsanbieter funktionieren mit WooCommerce?

WooCommerce unterstützt eine breite Auswahl: PayPal, Stripe, Klarna, Mollie und viele weitere. Stripe und Mollie sind für deutsche Shops besonders verbreitet, weil sie mehrere Zahlungsmethoden in einer Anbindung bündeln. Die Gebühren fallen beim jeweiligen Zahlungsdienstleister an, nicht zusätzlich an die Shop-Plattform.

Ist WooCommerce wirklich kostenlos, wenn man Hosting und Plugins braucht?

Die Software selbst ist kostenlos, ja. Dazu kommen Hosting und gegebenenfalls einzelne Erweiterungen. Das ist aber anders als bei Shopify: Bei WooCommerce zahlt niemand prozentual an Ihrem Umsatz mit. Was bei Shopify als günstiger Grundtarif beginnt, wird durch Transaktionsgebühren und App-Abonnements oft teurer als eine solide WooCommerce-Installation mit gutem Hosting.

Ist WooCommerce DSGVO-konform?

Mit Hosting auf deutschen oder EU-Servern und einem sorgfältig konfigurierten Shop ja. Die Daten liegen dann vollständig in Ihrem Einflussbereich. Shopify ist ebenfalls rechtlich absicherbar, aber es erfordert mehr Dokumentationsaufwand, weil Daten an Shopify-Infrastruktur in Kanada und den USA übertragen werden.

Wie schnell ist ein WooCommerce-Shop startklar?

Ein einfacher Shop mit überschaubarem Sortiment kann in wenigen Wochen produktionsreif sein. Ein individuell gestalteter Shop mit Anbindungen und größerem Produktkatalog braucht realistisch zwei bis vier Monate. Wie man WooCommerce nach der Einrichtung schnell und stabil betreibt, erklärt der Artikel WooCommerce beschleunigen.

Brauche ich für WooCommerce technisches Vorwissen?

Für die tägliche Arbeit am Shop nicht. Produkte anlegen, Preise anpassen, Bestellungen bearbeiten: das ist ähnlich komfortabel wie bei Shopify. Für Einrichtung, Updates und individuelle Anpassungen ist entweder internes Know-how oder eine Agentur sinnvoll. Die meisten mittelständischen Betriebe lösen das über eine Betreuungsvereinbarung.

Quellen und weiterführende Informationen: Shopify-Preisseite Deutschland (Tarife und Transaktionsgebühren, Stand: Juni 2026), Shopify-Datenschutzerklärung (Datenverarbeitungsstandorte), WooCommerce.com (Open-Source-Lizenz und Produktbeschreibung). Kostenschätzungen für WooCommerce-Hosting und Projektaufwände: eigene Marktbeobachtung und Projekterfahrung seit 2004, keine amtliche Statistik. Stand: Juni 2026.

* Mit einem Sternchen markierte Links sind Provisionslinks (Affiliate-Links). Wenn Sie darüber bestellen, erhalten wir eine Provision. Für Sie entstehen dadurch keine Mehrkosten, der Preis bleibt gleich.