- WooCommerce ist Open-Source-Software ohne Plattformgebühr. Sie zahlen für Hosting, Domain und einzelne Erweiterungen. Ihre Daten liegen auf Ihren Servern.
- Shopify kostet ab 25 Euro pro Monat (Jahresvertrag) und erhebt zusätzlich 2 % Transaktionsgebühr, wenn Sie nicht Shopify Payments nutzen. Kundendaten werden auf Servern in Kanada und den USA verarbeitet.
- Für den deutschen Mittelstand mit bestehender WordPress-Präsenz, individuellen Anforderungen oder Wunsch nach Datenkontrolle ist WooCommerce in der Regel die tragfähigere Basis.
- Shopify ist die richtige Wahl, wenn Sie schnell einen einfachen Shop starten wollen und kein technisches Betreuungsteam haben.
Wer einen Onlineshop aufbaut, landet früh bei dieser Frage: WooCommerce oder Shopify? Die ehrliche Antwort fällt nicht neutral aus. Für die meisten mittelständischen Unternehmen in Deutschland überwiegen die Argumente für WooCommerce, weil Datenkontrolle, Flexibilität und langfristige Unabhängigkeit vom Plattformanbieter dort klar besser aufgehoben sind. Shopify ist kein schlechtes System, es hat nur andere Stärken und passt zu anderen Anforderungen. Dieser Ratgeber legt die entscheidenden Unterschiede offen, damit Sie wissen, auf was Sie sich jeweils einlassen.
Der grundlegende Unterschied: Eigene Infrastruktur oder Mietmodell
WooCommerce ist kein eigenständiges Shop-System, sondern ein frei verfügbares Plugin für WordPress, das unter der Marke Woo von Automattic gepflegt wird. Sie installieren es auf eigenem Hosting, in einer eigenen Datenbank, auf einem Server Ihrer Wahl. Alle Daten liegen bei Ihnen. Der Quellcode ist einsehbar, anpassbar, und Sie sind weder an ein Abonnement noch an einen Anbieter gebunden.
Shopify ist das Gegenteil davon: eine Software-as-a-Service-Plattform (Miet-Software aus der Cloud) mit Sitz in Kanada. Ihr Shop läuft auf den Servern von Shopify, Sie zahlen monatlich für die Nutzung und erhalten dafür eine vollständig verwaltete Infrastruktur. Das spart Aufwand, kostet aber den direkten Zugriff auf Ihre Infrastruktur und Ihre Daten.
Dieser strukturelle Unterschied zieht sich durch jeden anderen Vergleichspunkt: Kosten, Flexibilität, Datenschutz und Abhängigkeit vom Anbieter.
Was beides wirklich kostet
WooCommerce selbst kostet nichts, das ist keine Marketingaussage, sondern das Open-Source-Modell. Was anfällt: Hosting, Domain und gegebenenfalls kostenpflichtige Erweiterungen für spezielle Anforderungen. Gutes Managed WordPress-Hosting mit ausreichend Leistung für einen mittelständischen Shop, etwa bei all-inkl.com*, bewegt sich je nach Paket in einer überschaubaren monatlichen Größenordnung. Die Kosten für einen Zahlungsdienstleister wie Stripe oder Mollie fallen pro Transaktion an, unabhängig von der Shop-Plattform.
Bei Shopify kommen mehrere Kostenpositionen zusammen. Die aktuellen Pläne nach Jahresabschluss (Stand: Juni 2026, Preisseite shopify.com/de/preise):
| Plan | Preis/Monat (Jahresabo) | Transaktionsgebühr ext. Anbieter |
|---|---|---|
| Basic | 25 € | 2,0 % |
| Grow | 66 € | 1,0 % |
| Advanced | 289 € | 0,6 % |
| Plus | ab 2.100 € | 0,2 % |
Die Transaktionsgebühr fällt nur an, wenn Sie statt Shopify Payments einen externen Zahlungsanbieter einsetzen, also Stripe, Mollie oder PayPal direkt. In Deutschland ist Shopify Payments nutzbar, aber es bindet Sie an ein weiteres Shopify-Produkt und schränkt die Wahlfreiheit ein. Wer auf ein anderes, in Deutschland verbreitetes Zahlungssystem oder einen spezialisierten Anbieter setzt, zahlt zusätzlich. Bei einem Shop mit 20.000 Euro Monatsumsatz auf dem Basic-Plan bedeuten 2 % Transaktionsgebühr 400 Euro extra, jeden Monat, zusätzlich zum Abo. Wichtig zum Verständnis: Diese 2 % sind ein Aufschlag von Shopify obendrauf, zusätzlich zu den normalen Gebühren Ihres Zahlungsdienstleisters wie Stripe oder Mollie, die bei beiden Systemen ohnehin anfallen. Mit Shopify Payments entfällt nur der Aufschlag, nicht die Zahlungsgebühr selbst.
Hinzu kommen Apps: Erweiterte Auswertungen, bestimmte B2B-Funktionen, spezifische Versandanbindungen oder professionelle Themes sind bei Shopify häufig kostenpflichtige Zusatzabonnements. Mit zwei, drei Pflicht-Apps liegt ein mittelständischer Shop schnell 30 bis 60 Euro über dem reinen Grundpreis des Tarifs.
Was Shopify und WooCommerce über drei Jahre wirklich kosten, hängt an Ihren Bestellzahlen und am Bestellwert. Spielen Sie Ihr Szenario durch.
Wie weit sich beide Systeme anpassen lassen
Für einen geradlinigen Shop mit Standardanforderungen ist Shopify gut gerüstet: Produktverwaltung, Checkout, einfache Auswertungen, Bestellabwicklung. Wenn die Anforderungen darüber hinausgehen, zeigen sich die Grenzen. Eigene Preislisten für verschiedene Kundengruppen, Produktkonfiguratoren, komplexe Versandregeln oder eine direkte Anbindung an ein Warenwirtschafts- oder ERP-System landen schnell in höheren Tarifstufen oder erfordern kostenpflichtige Apps.
WooCommerce profitiert vom gesamten WordPress-Ökosystem. Das Plugin-Verzeichnis umfasst tausende Erweiterungen, dazu gibt es individuell entwickelte Lösungen für nahezu jede Anforderung. Für Unternehmen, die langfristig wachsen und ihren Shop mit vorhandenen Systemen verzahnen wollen, ist diese Offenheit ein handfester Vorteil gegenüber einem geschlossenen Plattformmodell.
Ein Punkt, den beide Lager gern übergehen: Erweiterungen sind die häufigste Fehlerquelle, in beiden Systemen. Ob Shopify-App oder WooCommerce-Plugin, gerade scheinbar simple Zusätze für Farbvarianten, Geschenkgutscheine oder Produktfilter hängen sich in den Checkout und brechen dort die Tastaturbedienung oder ziehen die Ladezeit nach unten. Je mehr Erweiterungen, desto höher das Risiko für Konflikte. Das spricht nicht gegen eines der Systeme, es ist eine Mahnung, in beiden Welten sparsam und geprüft zu erweitern.
Suchmaschinen und Sichtbarkeit
Beide Systeme lassen sich für Google optimieren, der Unterschied liegt in der Kontrolle. WooCommerce erbt die SEO-Offenheit von WordPress: freie URLs, volle Hoheit über Meta-Daten und strukturierte Daten, dazu ausgereifte Plugins wie Yoast oder Rank Math. Shopify bringt solide Grundlagen mit, gibt aber bestimmte URL-Muster fest vor (etwa /products/ und /collections/) und lässt weniger technischen Spielraum. Für die meisten Shops genügt beides. Wer Suchmaschinen als zentralen Kanal fährt und an den technischen Feinheiten schrauben will, hat mit WooCommerce mehr Hebel.
Welchen technischen Aufwand der Betrieb verlangt
Shopify nimmt Ihnen Serversicherheit, Updates der Kernplattform und Infrastrukturpflege vollständig ab. Wer kein technisches Team hat und sich nicht mit Hosting befassen möchte, hat hier weniger auf dem Tisch. Das ist der stärkste praktische Vorteil von Shopify.
Bei WooCommerce müssen Updates eingespielt werden: WordPress, WooCommerce selbst und alle genutzten Erweiterungen. Das klingt nach mehr Aufwand, ist aber mit einem zuverlässigen Hoster und einer Agentur, die den Betrieb verantwortet, gut beherrschbar. Die meisten mittelständischen Unternehmen geben diesen Teil bewusst aus der Hand. Was für Shopify wie Freiheit wirkt, ist für viele Betriebe schlicht eine Betreuungsfrage, und die lässt sich bei WooCommerce genauso strukturiert beantworten. Die tägliche Arbeit am Shop, also Produkte anlegen, Bestellungen bearbeiten, Preise pflegen, ist in beiden Systemen ähnlich komfortabel.
Einen Unterschied gibt es beim Ausfall: Fällt Shopify als Plattform aus (oder stellt Funktionen ein), haben Sie keine Alternative. Bei WooCommerce auf eigenem Hosting ist die Infrastruktur in Ihrer Hand.
Datenschutz und Datenkontrolle
Das ist kein theoretisches Problem, sondern eine Dokumentationspflicht. DSGVO-Konformität lässt sich mit beiden Systemen erreichen, aber der Aufwand ist unterschiedlich. Bei WooCommerce auf Hosting mit Servern in Deutschland oder der EU wissen Sie, wo Ihre Kundendaten liegen, und können das ohne Umwege belegen. Das ist relevant für den eigenen Datenschutzbeauftragten, für B2B-Kunden, die nach Verarbeitungsverzeichnissen fragen, und für regulierte Branchen.
Bei Shopify gibt das Unternehmen selbst in seiner Datenschutzerklärung an: Ihre Daten werden über die irische Tochtergesellschaft empfangen und dann an andere Shopify-Standorte und Dienstleister übermittelt, die sich in Kanada (Hauptsitz) und den USA befinden können. Shopify stellt Standardvertragsklauseln bereit, rechtlich lässt sich das absichern. Der Dokumentationsaufwand und die Abhängigkeit von Entscheidungen eines kanadischen Unternehmens bleiben aber bestehen. Für Unternehmen in regulierten Bereichen oder mit datenschutzsensiblen B2B-Kundendaten ist das ein Faktor, der in die Entscheidung gehört. Zu den Pflichtangaben und Rechtstexten im Shop selbst, unabhängig vom gewählten System, gibt der Artikel Rechtssicherer Onlineshop eine strukturierte Übersicht.
Wenn Sie aktuell auf Shopify verkaufen und unsicher sind, ob sich Ihre Datenverarbeitung sauber dokumentieren lässt: Das klären wir in einem kurzen Erstgespräch.
Barrierefreiheit: das Abmahnrisiko, das beide Systeme betrifft
Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für die meisten Onlineshops. Der Bestellprozess muss für Menschen mit Behinderung bedienbar sein: per Tastatur, mit ausreichendem Kontrast und mit Screenreader-tauglicher Auszeichnung. Das gilt unabhängig vom Shop-System, für WooCommerce wie für Shopify gleichermaßen.
Die nackten Plattformen sind in der Basis ordentlich aufgestellt, das Risiko sitzt im Detail des konkreten Shops, vor allem im Checkout und in nachträglich eingebauten Erweiterungen. Bei Verstößen drohen für nicht barrierefreie Dienstleistungen, und dazu zählt der Shop-Betrieb, Bußgelder bis zu 100.000 Euro (§ 37 Abs. 1 Nr. 8, Abs. 2 BFSG). Wer die Plattformfrage klärt und denkt, das Thema sei damit erledigt, irrt: Barrierefreiheit ist eine Frage der Umsetzung, nicht der Systemwahl. Was Händler konkret tun müssen, steht im Ratgeber BFSG und Onlineshop.
Der direkte Vergleich auf einen Blick
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Kriterien zusammen. Kosten für WooCommerce-Hosting sind eigene Marktbeobachtung, da es keine amtliche Preisstatistik für Webhosting gibt.
| Kriterium | WooCommerce | Shopify |
|---|---|---|
| Softwarekosten | kostenlos (Open Source) | ab 25 €/Monat (Jahresabo) |
| Hosting | eigene Wahl, ca. 10-50 €/Monat je nach Shopgröße | im Tarif enthalten |
| Transaktionsgebühr | keine (nur Zahlungsdienstleister) | kein Aufschlag mit Shopify Payments, 0,6-2 % Aufschlag bei externen Anbietern (je zzgl. normaler Zahlungsgebühr) |
| Datenkontrolle | vollständig, eigene Server | Daten bei Shopify (Kanada/USA) |
| Flexibilität und Anpassung | sehr hoch, vollständiger Quellcode-Zugriff | mittel, begrenzt auf App-Ökosystem |
| Technischer Pflegeaufwand | Updates selbst oder durch Agentur/Hoster | Plattform wird von Shopify gewartet |
| ERP/Warenwirtschafts-Anbindung | sehr gut möglich | möglich, oft teurer oder über Apps |
| Unabhängigkeit vom Anbieter | vollständig | gebunden an Shopify |
| Einstiegsgeschwindigkeit | mittel (Hosting, WordPress, WooCommerce einrichten) | schnell (alles aus einer Hand) |
| Suchmaschinen-Optimierung | volle Kontrolle, WordPress-SEO-Plugins | solide, aber feste URL-Strukturen |
| Barrierefreiheit (BFSG) | Pflicht, Umsetzung liegt bei Ihnen | Pflicht, Umsetzung liegt bei Ihnen |
Wann Shopify trotzdem die bessere Wahl ist
Es gibt Situationen, in denen Shopify klar die richtige Wahl ist. Wer einen schnellen Markttest fahren will, kein bestehendes WordPress-System hat und sich bewusst für eine vollständig verwaltete Lösung entscheidet, ist mit Shopify zügig startklar. Auch für rein verkaufsorientierte Shops mit überschaubarem Sortiment, einfachen Versandregeln und ohne Bedarf an tiefer Systemintegration ist Shopify eine berechtigte Wahl. Wenn das interne Team keine technischen Ressourcen hat und auch keine Agentur beauftragen will, die WooCommerce betreut, ist die verwaltete Shopify-Infrastruktur der bessere Start.
Für den typischen mittelständischen Betrieb mit gewachsener Online-Präsenz, vorhandenen Kundendaten, individuellen Anforderungen und dem Wunsch nach langfristiger Unabhängigkeit überwiegen die Argumente für WooCommerce. Und wer heute mit Shopify startet, kann später zu WooCommerce migrieren, aber der Aufwand wächst mit dem Shopumfang.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein typisches Szenario, kein konkreter Einzelfall: Ein mittelständisches Produktionsunternehmen betreibt seinen B2B-Shop auf Shopify. Die Grundfunktionen laufen problemlos, aber drei Anforderungen lassen sich nicht vernünftig abbilden: individuelle Preislisten je Kunde, eine direkte Anbindung an das bestehende ERP-System und die DSGVO-konforme Verarbeitung der Kundendaten auf deutschen Servern. Für jede dieser Anforderungen wäre der Sprung in den nächsthöheren Shopify-Tarif oder eine teure App-Lösung nötig. Die Migration auf WooCommerce ist kein trivialer Schritt, aber danach lassen sich alle drei Punkte ohne laufende Extrakosten abbilden. Versand, Steuersätze und Rechtstexte für Deutschland sauber einzurichten gehört dabei zum Aufbauprozess, nicht zum Nachher, wie der Artikel Versand, Steuern und Rechtstexte in WooCommerce zeigt.
Was die Einrichtung realistisch kostet
Einen seriösen Pauschalpreis gibt es für keines der beiden Systeme, weil der Aufwand vom Ausgangszustand und den Anforderungen abhängt. Als grobe Orientierung:
| Ausgangslage | System | Einmaliger Aufwand (Einschätzung) |
|---|---|---|
| Einfacher Start, wenig Sortiment, keine besonderen Anforderungen | Shopify oder WooCommerce | Niedrig bis mittel |
| Individuelles Design, spezifische Zahlungsarten, Versandlogik | WooCommerce | Mittel |
| ERP-Anbindung, Kundengruppenpreise, komplexes Sortiment | WooCommerce | Mittel bis hoch |
| Migration von Shopify zu WooCommerce mit bestehendem Sortiment | WooCommerce | Je nach Produktanzahl mittel bis hoch |
Was für eine professionelle Website insgesamt anfällt, zeigt der Ratgeber Was kostet eine professionelle Website 2026.
Entscheidungs-Checkliste: WooCommerce oder Shopify?
Gehen Sie die Punkte durch. Die ersten sechs sprechen für WooCommerce, die letzten zwei bewusst für Shopify. Überwiegen bei Ihnen die ersten sechs, ist WooCommerce die stärkere Basis.
- Betreiben Sie bereits eine WordPress-Website und wollen den Shop integrieren?
- Sollen Kundendaten ausschließlich auf deutschen oder EU-Servern liegen?
- Brauchen Sie individuelle Preislisten, Kundengruppen oder B2B-Funktionen?
- Ist eine Anbindung an ein ERP- oder Warenwirtschaftssystem geplant?
- Wollen Sie langfristig unabhängig vom Plattformanbieter bleiben?
- Nutzen Sie externe Zahlungsanbieter statt Shopify Payments?
- Möchten Sie schnell starten, ohne technische Infrastruktur einzurichten?
- Hat Ihr Team keinerlei technische Ressourcen und keine Agenturbetreuung?
Punkte 1-6 sprechen für WooCommerce, Punkte 7-8 sprechen für Shopify.
- WooCommerce ist kostenlose Open-Source-Software. Ihre Daten, Ihr System, Ihre Regeln. Der Pflegeaufwand ist beherrschbar, wenn jemand den Betrieb verantwortet.
- Shopify ist komfortabel und schnell startbereit, bindet Sie aber an eine externe Infrastruktur und kostet bei externen Zahlungsanbietern dauerhaft mehr.
- Die Transaktionsgebühr von bis zu 2 % ist bei wachsendem Umsatz kein kleiner Posten. Bei 20.000 Euro Monatsumsatz sind das 400 Euro extra, Monat für Monat.
- Für den deutschen Mittelstand mit Datenschutzpflichten, individuellen Anforderungen und bestehendem WordPress-Stack ist WooCommerce die tragfähigere langfristige Basis.
Häufige Fragen
Kann ich meinen bestehenden Shopify-Shop zu WooCommerce migrieren?
Ja. Produktdaten, Kundendaten und Bestellhistorie lassen sich aus Shopify exportieren und in WooCommerce importieren. Der Aufwand hängt vom Umfang des Shops ab und ist bei mehreren tausend Produkten oder komplexen Varianten nicht trivial. Eine Besonderheit: Shopify erzwingt feste URL-Muster wie /products/ und /collections/, die sich in WooCommerce nicht eins zu eins abbilden lassen. Sauber gesetzte 301-Weiterleitungen sind beim Umzug deshalb Pflicht, sonst brechen Rankings weg. Als grobe Orientierung ist ein kleiner Shop überschaubar, während mehrere tausend Produkte mit Varianten und ERP-Anbindung die Migration zum echten Projekt machen.
Welche Zahlungsanbieter funktionieren mit WooCommerce?
WooCommerce unterstützt eine breite Auswahl: PayPal, Stripe, Klarna, Mollie und viele weitere. Stripe und Mollie sind für deutsche Shops besonders verbreitet, weil sie mehrere Zahlungsmethoden in einer Anbindung bündeln. Die Gebühren fallen beim jeweiligen Zahlungsdienstleister an, nicht zusätzlich an die Shop-Plattform.
Ist WooCommerce wirklich kostenlos, wenn man Hosting und Plugins braucht?
Die Software selbst ist kostenlos, ja. Dazu kommen Hosting und gegebenenfalls einzelne Erweiterungen. Das ist aber anders als bei Shopify: Bei WooCommerce zahlt niemand prozentual an Ihrem Umsatz mit. Was bei Shopify als günstiger Grundtarif beginnt, wird durch Transaktionsgebühren und App-Abonnements oft teurer als eine solide WooCommerce-Installation mit gutem Hosting.
Ist WooCommerce DSGVO-konform?
Mit Hosting auf deutschen oder EU-Servern und einem sorgfältig konfigurierten Shop ja. Die Daten liegen dann vollständig in Ihrem Einflussbereich. Shopify ist ebenfalls rechtlich absicherbar, aber es erfordert mehr Dokumentationsaufwand, weil Daten an Shopify-Infrastruktur in Kanada und den USA übertragen werden.
Wie schnell ist ein WooCommerce-Shop startklar?
Ein einfacher Shop mit überschaubarem Sortiment kann in wenigen Wochen produktionsreif sein. Ein individuell gestalteter Shop mit Anbindungen und größerem Produktkatalog braucht realistisch zwei bis vier Monate. Wie man WooCommerce nach der Einrichtung schnell und stabil betreibt, erklärt der Artikel WooCommerce beschleunigen.
Brauche ich für WooCommerce technisches Vorwissen?
Für die tägliche Arbeit am Shop nicht. Produkte anlegen, Preise anpassen, Bestellungen bearbeiten: das ist ähnlich komfortabel wie bei Shopify. Für Einrichtung, Updates und individuelle Anpassungen ist entweder internes Know-how oder eine Agentur sinnvoll. Die meisten mittelständischen Betriebe lösen das über eine Betreuungsvereinbarung.
Was ist der größte Vorteil von Shopify?
Der Komfort. Shopify nimmt Ihnen Hosting, Sicherheit, Updates und Serverpflege ab und ist schnell startklar. Wer ohne technisches Team oder Agentur einen Shop aufbaut und mit den Standardfunktionen auskommt, kommt damit am schnellsten ans Ziel. Dieser Vorteil kostet laufende Gebühren und ein Stück Kontrolle, aber er ist real.
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