Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Baukastensysteme wie Wix, Squarespace oder Jimdo sind für viele Einsteiger schnell und günstig. Das Design gehört aber dem Anbieter, die Daten liegen auf dessen Servern, und ein Wechsel kostet Zeit und Geld.
  • WordPress ist kostenlos, läuft auf eigenem Hosting und gehört Ihnen vollständig. Dafür braucht es mehr Einarbeitungszeit und jemanden, der Updates und Sicherheit im Blick behält.
  • Für ein kleines Hobby-Projekt oder eine einfache Visitenkarte ohne Wachstumsziel kann ein Baukasten die richtige Wahl sein.
  • Wer Kunden gewinnen, einen Shop betreiben oder über die nächsten Jahre wachsen will, ist mit WordPress besser aufgestellt: keine laufende Plattformgebühr, keine Anbieterabhängigkeit, volle Kontrolle über Daten und Code.

Die Frage kommt in fast jedem Erstgespräch: Sollen wir Wix nehmen oder gleich WordPress? Die kurze Antwort gibt es nicht, weil die richtige Wahl davon abhängt, was die Website in drei Jahren leisten soll. Dieser Artikel legt die Unterschiede ehrlich nebeneinander, inklusive der Fälle, in denen ein Baukasten tatsächlich sinnvoll ist.

Was ist ein Baukasten, was ist WordPress?

Ein Baukastensystem ist ein All-inclusive-Mietpaket. Wix, Squarespace, Jimdo und der IONOS-Baukasten stellen Software, Hosting, Sicherheit und Design unter einem Dach bereit. Sie zahlen monatlich, klicken sich durch vorgefertigte Blöcke und können innerhalb von Stunden online gehen. Das Modell ist wie ein möbliertes Apartment: fertig, praktisch, aber der Vermieter bestimmt die Regeln.

Kurz gesagt: Ein Baukastensystem ist eine Mietlösung: Sie nutzen die Plattform des Anbieters. WordPress ist eine freie Software, die Sie auf eigenem Hosting betreiben und die Ihnen vollständig gehört.

WordPress ist etwas grundlegend anderes. Es ist eine freie, quelloffene Software, die Sie auf einem beliebigen Webserver installieren. WordPress.org stellt die Software kostenlos bereit, niemand kann sie Ihnen wegnehmen oder die Preise dafür erhöhen. Sie wählen Ihren Hosting-Anbieter, Ihr Theme, Ihre Plugins. Laut W3Techs (Stand: Juni 2026) läuft WordPress auf 41,5 Prozent aller Websites weltweit, das entspricht einem Marktanteil von 59,3 Prozent unter allen Websites mit einem bekannten CMS. Kein anderes System kommt auch nur annähernd heran: Wix folgt mit 6,1 Prozent CMS-Marktanteil, Squarespace mit 3,5 Prozent, Joomla mit 1,7 Prozent.

Das erklärt, warum WordPress die Basis der meisten Agenturen, SEO-Fachleute und freien Entwickler ist: Es gibt mehr Themes, mehr Plugins, mehr Know-how in der Community als für alle Baukästen zusammen.

Die echten Kosten im Zeitverlauf

Baukästen wirken auf den ersten Blick günstiger. Das stimmt für den ersten Monat. Ab Jahr zwei bis drei kehrt sich die Rechnung oft um.

Beim Wix-Einstiegsplan (Light) zahlen Sie laut aktueller Preisseite rund 17 Euro im Monat bei Jahresabrechnung, für einen ernsthaften Unternehmensauftritt wird der Core-Plan empfohlen, der liegt bei rund 30 Euro monatlich. Squarespace beginnt bei rund 11 Euro im Monat (Jahresabo), ein Business-Plan liegt bei 17 bis 18 Euro, die E-Commerce-Varianten ab 24 Euro aufwärts. IONOS lockt mit Einstiegspreisen ab 1 Euro (Aktionspreis, regulär 18 Euro für den Plus-Plan). Bei Jimdo gibt es kostenpflichtige Pakete ab einigen Euro im Monat, für professionelle Funktionen steigt der Preis ebenfalls spürbar.

Klingt überschaubar. Der Haken: Diese Preise steigen, wenn der Anbieter es entscheidet. Wix hat die Tarife in den letzten Jahren mehrfach angehoben. Als Mieter haben Sie keine Handhabe dagegen, außer zu wechseln, und ein Wechsel aus einem Baukasten heraus ist aufwendig (dazu gleich mehr).

WordPress-Hosting für eine einzelne Website kostet bei einem soliden Anbieter zwischen 5 und 20 Euro im Monat. Dazu kommen Kosten für ein Premium-Theme oder einige Plugins, je nach Bedarf 100 bis 400 Euro im Jahr. Wer den Aufbau einer Agentur überlässt, zahlt einmalig mehr, hat dann aber kein laufendes Mietverhältnis mit einem Plattformanbieter. Eine detaillierte Aufschlüsselung der WooCommerce-Shopkosten finden Sie im Artikel WooCommerce Kosten: Was ein Onlineshop wirklich kostet.

Bei sehr kleinen Budgets kann ein Baukasten für das erste Jahr günstiger sein. Wer aber fünf Jahre plant, rechnet die Mietkosten zusammen und vergleicht sie mit einmaligen Aufbaukosten plus laufendem, günstigem Hosting.

Kontrolle, Eigentum und Datenhoheit

Das ist der entscheidende Unterschied, den man nicht in einer Preistabelle sieht.

Bei einem Baukasten mieten Sie eine fertige Infrastruktur. Ihre Texte, Bilder und Kundendaten liegen auf den Servern des Anbieters, in der Regel in den USA oder zumindest nicht auf Servern, die Sie selbst gewählt haben. Wenn der Anbieter das System ändert, ändert sich Ihre Website mit. Wenn er einen Feature entfernt, verlieren Sie ihn. Wenn er den Preis erhöht, zahlen Sie oder wechseln. Und wenn er das Unternehmen einstellt oder verkauft, müssen Sie reagieren.

WordPress dagegen ist Software, die Sie besitzen und kontrollieren. Der Code liegt auf Ihrem Server bei Ihrem Hosting-Anbieter. Sie wählen, wo Ihre Daten liegen, ob in Deutschland, in der EU oder anderswo. Sie entscheiden, welche Plugins installiert sind und wann Updates eingespielt werden. Niemand kann Ihnen die Website wegnehmen oder von außen verändern.

Für Unternehmen mit Kundendaten, mit einem Onlineshop oder mit einer Website, die als zentrales Marketing-Tool dient, ist das kein theoretisches Argument. Wer seine Website als Infrastruktur betrachtet, will Eigentum, kein Mietverhältnis.

SEO: Wer wird besser gefunden?

Kurz gesagt: WordPress schlägt Baukästen bei SEO nicht per se, aber es gibt dort erheblich mehr Werkzeuge, mehr Kontrolle über technische Details und eine deutlich größere Wissensbasis. Wer SEO ernsthaft betreibt, kommt mit WordPress weiter.

Baukästen haben in den letzten Jahren ihre SEO-Grundfunktionen verbessert. Title-Tags, Meta-Descriptions und grundlegende Strukturen lassen sich bei Wix und Squarespace heute gut pflegen. Das reicht für einfache lokale Sichtbarkeit aus.

Die Grenzen zeigen sich, sobald es über die Grundlagen hinausgeht. Strukturierte Daten nach Schema.org, individuelle Weiterleitungsregeln, serverseitiges Caching, Core-Web-Vitals-Optimierung, individuelle robots.txt, individuelle Canonical-Tags pro Inhaltstyp: Das alles ist bei WordPress frei konfigurierbar, bei Baukästen entweder eingeschränkt oder gar nicht möglich.

Hinzu kommt, dass WordPress-Installationen auf eigenem Hosting schnell gemacht werden können. Ladezeit ist ein offizieller Google-Rankingfaktor, und ein gut konfiguriertes WordPress auf gutem Hosting schlägt typische Baukastensysteme bei den Core Web Vitals. Squarespace und Wix laden eigene Skripte nach, die man nicht abschalten kann.

Für ein kleines Unternehmen, das vor allem lokal gefunden werden will und keine SEO-Ambitionen über Google My Business hinaus hat, reicht ein Baukasten. Für alles, was über das eigene Stadtgebiet hinaus Reichweite braucht oder auf Content-SEO setzt, ist WordPress die bessere Basis.

Skalierung und Erweiterbarkeit

Wenn das Unternehmen wächst, wächst die Website mit, oder sie wird zum Engpass.

Baukästen haben definierte Grenzen. Wie viele Seiten, Produkte, Benutzer, Speicherplatz, E-Mail-Postfächer: Das alles hängt am gewählten Plan. Wollen Sie mehr, wechseln Sie in einen teureren Plan oder stoßen an eine Wand, die der Anbieter gesetzt hat. Individuelle Funktionen, die der Baukasten nicht vorsieht, sind schlicht nicht möglich, kein Plugin-Markt, keine maßgeschneiderte Entwicklung.

WordPress ist in dieser Hinsicht nahezu grenzenlos. Es gibt rund 60.000 Plugins im offiziellen Verzeichnis, dazu viele tausend Premium-Lösungen. Vom einfachen Kontaktformular bis zum komplexen Buchungssystem, von einem kleinen Shop bis zu einer Plattform mit Tausenden von Produkten: Alles lässt sich aufbauen, und das auf derselben technischen Basis. Wenn eine Funktion noch nicht als Plugin existiert, kann sie ein Entwickler schreiben.

Für Unternehmen, die heute klein sind, aber wachsen wollen, ist das ein echtes Argument. Mit WordPress bauen Sie auf einer Infrastruktur, die mit Ihnen skaliert, statt irgendwann von vorn anzufangen, weil der Baukasten nicht mitgewachsen ist.

Datenexport und Anbieterwechsel

Das unterschätzte Risiko bei Baukästen ist der Ausstieg. Was passiert, wenn Sie die Plattform verlassen wollen?

Wix ist eine geschlossene SaaS-Plattform: Ein vollständiger Export des Designs oder der Seitenstruktur ist laut offizieller Wix-Hilfe nicht möglich, weil die Website auf der proprietären Technologie des Anbieters läuft. Blog-Inhalte können als XML-Datei exportiert werden, Produktdaten aus dem Shop als CSV. Das Design selbst bleibt auf Wix zurück. Wer wechselt, baut die Website von Grund auf neu.

Squarespace ermöglicht einen Export als WordPress-XML-Datei, aber mit deutlichen Einschränkungen: Exportierbar sind Layout-Seiten und eine Blog-Seite. Nicht exportierbar sind Shop-Seiten, Portfolio-Seiten, mehrere Blog-Seiten gleichzeitig, Audio- und Videoblöcke, Custom CSS und Style-Einstellungen. Bilder werden beim Import in WordPress nur als Referenzlinks übertragen und fallen weg, sobald die Squarespace-Seite deaktiviert wird.

Bei WordPress ist das Thema trivial. Sie exportieren die gesamte Datenbank, alle Dateien, alle Bilder. Das vollständige Backup lässt sich auf jeden anderen Server oder zu einem anderen Anbieter übertragen. Kein Inhalt geht verloren, kein Design, keine Einstellung.

Systemvergleich auf einen Blick

Kriterium WordPress Wix Squarespace Jimdo / IONOS
Kontrolle und Eigentum Vollständig, Software und Daten gehören Ihnen Mietmodell, Plattform des Anbieters Mietmodell, Plattform des Anbieters Mietmodell, Plattform des Anbieters
Laufende Kosten (Richtwert) Hosting 5–20 Euro/Monat + Plugins Ab ca. 17 Euro/Monat (Jahresabo, Core) Ab ca. 11–18 Euro/Monat (Jahresabo) Ab ca. 1–18 Euro/Monat (stark variable Aktionspreise)
Preissicherheit Hosting-Anbieter wählbar, kein Lock-in Preiserhöhungen durch Anbieter möglich Preiserhöhungen durch Anbieter möglich Aktionspreise laufen aus, regulär höher
SEO-Möglichkeiten Vollständig konfigurierbar Grundfunktionen vorhanden, Grenzen bei technischer SEO Grundfunktionen vorhanden, eingeschränkt Basisfunktionen, stark eingeschränkt
Skalierbarkeit Nahezu unbegrenzt Plan-abhängig begrenzt Plan-abhängig begrenzt Stark begrenzt
Datenexport Vollständig, jederzeit Nur Inhalte (Blog/Shop-Daten als CSV/XML), kein Design Begrenzt (nur Layout-Seiten + 1 Blog, kein Shop, keine Bilder) Sehr eingeschränkt
Einsteiger-Aufwand Mittel (Hosting einrichten, Lernkurve) Gering (alles in einem) Gering bis mittel Gering
Individuelle Entwicklung Vollständig möglich Sehr eingeschränkt Sehr eingeschränkt Kaum möglich

Für Fortgeschrittene · überspringbar

Profi-Sicht: Hosting, Performance und Sicherheit

Einsteiger können diesen Abschnitt überspringen. Wer bereits eine Website betreibt oder technisch tiefer einsteigen will, findet hier die Details, die im Baukasten-Vergleich oft fehlen.

Hosting-Wahlfreiheit. Bei WordPress entscheiden Sie, wo Ihre Daten physisch liegen. Für Unternehmen mit Kundendaten ist das keine Kleinigkeit: Ein Hosting-Vertrag mit einem deutschen oder europäischen Anbieter schafft klare Verhältnisse für den Datenschutz. Bei Baukästen liegt das Hosting bei den Anbietern, die in aller Regel amerikanische Unternehmen sind. Wix ist ein israelisches Unternehmen mit Hauptsitz in Tel Aviv und US-Niederlassungen, Squarespace hat seinen Sitz in New York. Die DSGVO-Konformität dieser Lösungen ist ein eigenes Thema, das sorgfältig geprüft werden sollte.

Performance-Kontrolle. WordPress mit einem guten Caching-Plugin und einem CDN kann bei den Core Web Vitals sehr gute Werte erzielen. Baukästen laden eigene Skripte und externe Ressourcen nach, die der Betreiber nicht abschalten kann. Bei den Core Web Vitals erreicht ein gut konfiguriertes WordPress auf passendem Hosting daher meist bessere Werte als ein Baukasten. Das ist kein absolutes Gesetz, aber die Kontrollmöglichkeit fehlt.

Sicherheit. Baukästen haben den Vorteil, dass der Anbieter Sicherheitsupdates zentral einspielt. Das nimmt Ihnen Arbeit ab, nimmt Ihnen aber auch die Kontrolle. WordPress braucht regelmäßige Updates für Core, Themes und Plugins, das ist eine echte Aufgabe. Wer das vernachlässigt, riskiert Sicherheitslücken. Wer es professionell handhabt oder einen Wartungsvertrag abschließt, hat eine sichere Plattform mit voller Kontrolle. Mehr dazu im Artikel WordPress Updates ohne Risiko.

E-Mail-Adressen. WordPress liefert keine E-Mail-Postfächer mit. Die kommen vom Hosting-Anbieter oder einem separaten Dienst. Bei IONOS und einigen anderen Baukästen sind Postfächer im Paket. Das ist für Einsteiger bequem, schränkt aber die Flexibilität ein, wenn man später wechseln will.

Aus der Praxis: zwei typische Fälle

In unserer Agenturpraxis sehen wir regelmäßig beide Richtungen. Zwei Beispiele, die den Unterschied deutlich machen.

Ein Handwerksbetrieb wollte schnell online und hatte kein Budget für einen professionellen Aufbau. Er richtete seinen Betrieb selbst auf einem Baukasten ein, zahlte jahrelang die monatliche Gebühr und war damit zufrieden. Als er fünf Jahre später mehr wollte, einen Blog für lokale SEO, einen Online-Terminbucher und später einen kleinen Shop, stieß er an die Grenzen des Systems. Der Wechsel zu WordPress bedeutete, die komplette Website neu zu bauen, weil kein Export möglich war. Die insgesamt gezahlten Mietgebühren hätten den professionellen WordPress-Aufbau von Anfang an finanziert.

Ein zweiter Fall: Eine freie Fotografin wollte eine Portfolio-Website ohne Wachstumspläne. Sie nutzt seit Jahren einen Baukasten, ist zufrieden, zahlt rund 12 Euro im Monat und kümmert sich nie um Updates oder Hosting. Für diesen Einsatzfall ist das absolut vertretbar.

Der Unterschied liegt im Ziel. Wer baut und dann in Ruhe lässt, findet im Baukasten eine praktikable Lösung. Wer eine Website als Werkzeug für Wachstum sieht, sollte von Anfang an auf einer Infrastruktur bauen, die mitgehen kann.

Baukasten oder WordPress: 7 Fragen

Beantworten Sie diese Fragen ehrlich, und die richtige Wahl zeichnet sich ab.

  • Planen Sie in den nächsten drei Jahren einen Onlineshop oder eine Buchungsfunktion?
  • Soll die Website bei Google langfristig Rankings aufbauen, auch über Ihr Stadtgebiet hinaus?
  • Speichert Ihre Website Kundendaten, und wollen Sie selbst entscheiden, wo diese liegen?
  • Wollen Sie die Freiheit haben, in Zukunft Anbieter oder Entwickler zu wechseln?
  • Ist Ihnen wichtig, dass Ihre Website-Daten jederzeit vollständig exportierbar sind?
  • Erwarten Sie, dass die Website in einem Jahr deutlich anders aussehen oder funktionieren soll?
  • Haben Sie schon jetzt spezifische Funktionen, die kein Standardbaukasten bietet?

Wer zwei oder mehr Fragen mit Ja beantwortet, sollte WordPress wählen, oder zumindest ernsthaft prüfen, ob ein Baukasten mittelfristig trägt. Wer alle sieben mit Nein beantwortet, für wen ein einfacher, stabiler Online-Auftritt genügt und wer sich nicht um Technik kümmern will, für den kann ein Baukasten eine ehrliche Option sein. Das sollten wir als Agentur genauso klar sagen wie die Nachteile.

Wenn Sie sich unsicher sind, wie die Entscheidung für Ihr konkretes Vorhaben ausfällt, hilft ein unverbindliches Gespräch. Wir beraten ohne Verkaufsdruck, auch wenn das Ergebnis ist, dass ein Baukasten für Ihren Fall reicht. Mehr zur Frage, wann welche Art von Webseite zu welchem Budget passt, lesen Sie im Artikel Baukasten, Freelancer oder Agentur: Was zu welchem Budget passt.

Direkt umsetzbar: 5-Jahres-Kostenvergleich

Tragen Sie Ihre eigenen Werte ein oder nutzen Sie die Richtwerte aus dem Artikel. Die Summe zeigt schnell, welches Modell günstiger ist.

Posten WordPress (Richtwert) Wix Core (Richtwert) Squarespace Business (Richtwert)
Hosting / Monatsgebühr 10 EUR/Monat 30 EUR/Monat 17 EUR/Monat
Laufende Kosten × 60 Monate 600 EUR 1.800 EUR 1.020 EUR
Einmalige Einrichtung (Agentur) 1.500–3.000 EUR
Plugins / Theme (5 Jahre) 500–1.000 EUR enthalten enthalten
Wechselkosten nach 5 Jahren 0 EUR (vollständiger Export) Neuaufbau nötig Neuaufbau für Shop, Portfolio
Gesamtkosten 5 Jahre (Richtwert) 2.600–4.600 EUR 1.800 EUR + Neuaufbaurisiko 1.020 EUR + Neuaufbaurisiko

Hinweis: WordPress-Werte gelten für professionellen Aufbau durch eine Agentur. Wer selbst einrichtet, spart die Einrichtungskosten, investiert aber Zeit. Baukasten-Preise können sich durch Tariferhöhungen des Anbieters verschieben. Wechselkosten beim Baukasten (Neuaufbau) sind hier nicht eingerechnet, weil sie schwer pauschalierbar sind.

Diese Tabelle dient zur ersten Orientierung. Wenn Sie konkrete Zahlen für Ihr Projekt brauchen, erarbeiten wir das gemeinsam in einem kurzen Gespräch.

Das Wichtigste zum Mitnehmen

  • Baukästen sind schnell und einfach, aber Mietmodelle: Daten, Design und Infrastruktur gehören dem Anbieter, nicht Ihnen.
  • WordPress ist freie Software auf eigenem Hosting. Sie haben volle Kontrolle, bezahlen keine laufende Plattformgebühr und können jederzeit ohne Datenverlust wechseln.
  • Für einfache Visitenkarten-Websites ohne Wachstumsziel kann ein Baukasten sinnvoll sein. Für Unternehmen mit Wachstums-, Shop- oder SEO-Absichten ist WordPress die belastbarere Entscheidung.
  • Der Datenexport aus Baukästen ist erheblich eingeschränkt. Wer später zu WordPress wechselt, baut in der Regel neu und zahlt zweimal.

Häufige Fragen

Ist Wix wirklich kostenlos?

Nur die Gratisvariante ohne eigene Domain. Für eine professionelle Website mit eigenem Domain-Namen zahlen Sie bei Wix je nach Plan zwischen rund 17 und 40 Euro im Monat (Jahresabrechnung). Dazu kommt die Domain extra, sofern nicht im Plan enthalten.

Kann ich meine Wix-Website zu WordPress umziehen?

Nicht vollständig. Blog-Inhalte und Shop-Daten lassen sich exportieren, das Design und die Seitenstruktur bleiben auf Wix zurück. Ein Umzug bedeutet in der Praxis einen Neuaufbau der Website, meist mit erheblichem Zeitaufwand oder Kosten für einen Dienstleister.

Brauche ich für WordPress technisches Wissen?

Für die Basis-Bedienung nicht. Den WordPress-Admin zu bedienen, Texte zu schreiben und Bilder hochzuladen lernt man in wenigen Stunden. Die Einrichtung, das Hosting-Setup und die laufende Pflege erfordern mehr Kenntnisse oder eine Agentur, die das übernimmt. Wer eine fertig eingerichtete WordPress-Installation bekommt, arbeitet darin genauso einfach wie in einem Baukasten.

Welcher Baukasten ist am besten: Wix, Squarespace oder Jimdo?

Für unterschiedliche Zwecke gibt es Unterschiede: Wix ist am flexibelsten und hat die größte Funktionsvielfalt. Squarespace liefert von Haus aus schönere Design-Vorlagen und ist bei Portfolio-Websites beliebt. Jimdo ist am einfachsten, aber auch am eingeschränktesten. Für ein deutsches KMU mit Wachstumsziel ist keiner der drei eine gute Grundlage.

Was passiert mit meiner Squarespace-Website, wenn ich kündige?

Squarespace erlaubt einen Export, aber nur eingeschränkt: Eine Blog-Seite und Layout-Seiten können als XML-Datei exportiert werden. Shop-Seiten, mehrere Blogs, Bilder in voller Auflösung und Custom CSS exportieren Sie nicht. Bilder werden bei einem Import in WordPress nur als Links übertragen und fallen weg, sobald Ihre Squarespace-Seite deaktiviert wird.

Ist WordPress sicherer als ein Baukasten?

Beides kann sicher sein, bei unterschiedlichem Modell. Baukästen spielen Sicherheits-Updates zentral ein, das ist bequem. WordPress braucht regelmäßige Updates durch den Betreiber oder eine Agentur. Wer das vernachlässigt, läuft Risiken. Wer es professionell handhabt, hat eine genauso sichere Plattform, mit dem Vorteil, selbst zu entscheiden, welche Software läuft.

Lohnt sich WordPress für eine kleine Website?

Das hängt von der Perspektive ab. Wer eine kleine Website heute will und sie nie ändern wird, findet in einem Baukasten eine bequeme Lösung. Wer auch in zwei Jahren noch eine gute Basis haben will, ohne neu zu bauen und neu zu zahlen, ist mit WordPress oft besser dran, selbst wenn es am Anfang mehr Aufwand bedeutet. Eine professionell eingerichtete WordPress-Website auf gutem Hosting kostet im Betrieb oft weniger als ein Baukasten-Jahresplan.

Welche laufenden Kosten hat WordPress wirklich?

Hosting liegt je nach Anbieter und Paket zwischen 5 und 20 Euro im Monat. Ein Premium-Theme kostet einmalig 30 bis 80 Euro. Wichtige Plugins wie ein Sicherheitstool, ein Backup-Plugin und ein SEO-Plugin machen zusammen etwa 100 bis 300 Euro im Jahr, viele davon gibt es aber auch kostenlos in ausreichender Qualität. Eine genaue Aufschlüsselung finden Sie im Artikel Die laufenden Kosten einer Website.

Quellen und weiterführende Informationen: W3Techs: WordPress Usage Statistics (Juni 2026); W3Techs: CMS Market Share Overview (Juni 2026); Wix: Aktuelle Preispläne (de.wix.com); Squarespace: Pricing (squarespace.com); IONOS: Website-Baukasten Preise (ionos.de); Jimdo: Preise (jimdo.com); Squarespace Help Center: Exporting your site. Stand: Juni 2026. Preisangaben für Baukastensysteme basieren auf aktuellen Produktseiten der Anbieter sowie veröffentlichten Preisvergleichen; sie können sich jederzeit ändern. Wix-Euro-Preise stammen aus Preisvergleichen (Juni 2026), da die offizielle Wix-Preisseite dynamisch geladen wird. Die Praxisbeispiele entstammen unserer Projekterfahrung als Agentur.