Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • WordPress und WooCommerce sind kostenlos. Bezahlt wird alles drumherum: Hosting, Plugins, Zahlungsgebühren und die laufende Pflege.
  • In Eigenregie kostet ein einfacher Shop im ersten Jahr rund 300 bis 700 Euro, ohne Berücksichtigung des Zeitaufwands für rechtliche Korrektheit. Professionell von einer Agentur gebaut beginnt es bei etwa 5.000 Euro aufwärts.
  • Für den Betrieb sollten Sie 100 bis 200 Euro im Monat für Hosting, Wartung und Plugin-Lizenzen einplanen.
  • Die meistunterschätzte Position sind die Transaktionsgebühren pro Verkauf: PayPal nimmt für Waren und Dienstleistungen 2,49 Prozent plus 0,35 Euro, Stripe ab 1,5 Prozent plus 0,25 Euro.

Sie wollen einen Onlineshop mit WooCommerce starten und überall liest sich das wie ein Geschenk: kostenlos, Open Source, keine monatliche Gebühr. Das stimmt für die Software und führt trotzdem regelmäßig zu Fehlkalkulationen. Dieser Ratgeber rechnet ehrlich durch, was ein WooCommerce-Shop 2026 wirklich kostet, vom ersten Setup bis zur Gebühr, die bei jedem Verkauf abgezogen wird. Am Ende können Sie Ihr Budget belastbar planen und erkennen Angebote, die zu schön klingen, um seriös zu sein.

Warum WooCommerce kostenlos ist und der Shop trotzdem Geld kostet

Kurz gesagt: WooCommerce ist ein kostenloses, quelloffenes Plugin für WordPress. Geld kostet die Infrastruktur darum herum: ein Server, auf dem der Shop läuft, kostenpflichtige Erweiterungen, die Gebühren der Zahlungsanbieter und die Zeit für Pflege und Updates.

WordPress und das Shop-Plugin WooCommerce stehen beide unter der freien GPL-Lizenz. Sie zahlen für den Download keinen Cent, und niemand kann Ihnen die Software wieder wegnehmen. Genau dieser Punkt macht WooCommerce für kleine und mittlere Händler attraktiv: keine Abhängigkeit von einem Anbieter, der morgen die Preise erhöht.

Nur betreibt sich ein Shop nicht von allein. Ein passender Vergleich ist ein geschenktes Auto. Der Wagen kostet nichts, fahren können Sie ihn erst mit Sprit, Versicherung, Reifen und Inspektion. Beim Shop heißt das: Hosting, Domain, ein paar verlässliche Plugins, ein Zahlungsanbieter, rechtssichere Texte und regelmäßige Updates. Diese Posten sind überschaubar, aber sie sind real. Wer sie ignoriert, kalkuliert seinen Verkaufspreis zu knapp.

Einmalige Kosten: Was der Aufbau kostet

Die größte Spanne liegt beim Aufbau, und sie hängt nur an einer Frage: Wer baut den Shop? Es gibt drei Wege, und sie unterscheiden sich nicht im Ergebnis-Etikett, sondern in Zeit, Risiko und Folgekosten.

Selbst bauen. Technisch versierte Gründer richten einen einfachen Shop selbst ein. Die Software ist kostenlos, es bleiben Hosting, Domain und einige kostenpflichtige Plugins. Realistisch landen Sie im ersten Jahr bei rund 300 bis 700 Euro, der Hauptpreis ist Ihre Zeit. Für ein Hobby oder einen Test ist das ideal, für einen Shop, von dem Ihr Umsatz abhängt, ist die selbst gebaute Variante oft die teuerste, weil Fehler bei Steuer, Rechtstexten und Sicherheit später Geld kosten.

Freelancer beauftragen. Ein erfahrener Freelancer baut einen soliden Standardshop, meist im niedrigen vierstelligen Bereich. Das funktioniert gut, solange die Anforderungen klar und die Erreichbarkeit gesichert ist.

Agentur beauftragen. Ein professionell gebauter Shop mit sauberem Setup für Steuer, Versand, Zahlung und Recht beginnt bei Agenturen meist bei etwa 5.000 Euro und steigt mit jeder individuellen Funktion. Ein Shop stellt höhere Anforderungen als eine reine Informationsseite, weil Zahlungs-Schnittstellen, Produktdaten und Datenschutz zusammenspielen müssen. Was eine Unternehmensseite ohne Verkauf kostet, haben wir getrennt in Was kostet eine professionelle Website 2026 aufgeschlüsselt.

Diese Setup-Spannen sind keine amtliche Statistik, sondern unsere Marktbeobachtung aus dem deutschsprachigen Raum und aus eigenen Projekten. Einen echten Preis ergibt erst eine konkrete Anforderung, weil die Bandbreite zwischen Standardshop und individueller Lösung sehr groß ist.

Laufende Kosten: Was der Betrieb kostet

Der Aufbau ist einmal, der Betrieb ist für immer. Diese Posten laufen Monat für Monat, unabhängig davon, wer den Shop gebaut hat.

Hosting. Ein Shop braucht mehr Leistung als ein Blog, weil bei jedem Klick dynamisch Warenkorb, Lager und Preise berechnet werden. Einfaches Webhosting beginnt bei wenigen Euro im Monat, für einen ernsthaften Shop ist spezialisiertes oder gemanagtes WooCommerce-Hosting sinnvoll und kostet je nach Anbieter und Traffic etwa 20 bis 50 Euro im Monat. Schnelles Hosting ist kein Luxus, sondern zahlt direkt auf Conversion und Ranking ein.

Domain und SSL. Die eigene Adresse kostet im Schnitt rund 10 bis 20 Euro im Jahr, je nach Endung. Das SSL-Zertifikat für die verschlüsselte Verbindung, im Shop Pflicht, ist bei den meisten gemanagten Hostern über Let’s Encrypt kostenlos enthalten. Nur bei manchen Billigtarifen wird ein Zertifikat mit 5 bis 15 Euro im Jahr extra berechnet, darauf lohnt der Blick ins Kleingedruckte.

Plugins und Lizenzen. Für den deutschen Markt ist ein Plugin für rechtssichere Shop-Prozesse praktisch Pflicht, etwa Germanized für korrekte Grundpreise, Widerrufstexte und Rechnungsangaben, in der Pro-Variante ab rund 85 Euro im ersten Jahr und 65 Euro pro Folgejahr. Dazu kommen je nach Bedarf weitere kostenpflichtige Erweiterungen. Damit die oft genannte Spanne von 150 bis 400 Euro im Jahr nicht abstrakt bleibt, hilft eine Beispielrechnung mit verbreiteten Tools (Stand 2026): ein Caching-Plugin wie WP Rocket für rund 59 Euro im Jahr, ein Security-Plugin wie Wordfence Premium für rund 149 US-Dollar im Jahr, ein Consent-Tool wie Borlabs Cookie ab 49 Euro im Jahr. Schon mit Germanized, Caching, Security und Cookie-Tool liegen Sie bei rund 350 bis 400 Euro jährlich, ein einzelnes SEO-Plugin obendrauf treibt die Summe über die genannte Spanne. Wer Abonnements verkauft, braucht zusätzlich WooCommerce Subscriptions für rund 242 Euro im Jahr. Wichtig: Die meisten Premium-Plugins werden jährlich abgerechnet, nicht einmalig.

Transaktions-Mails. Ein Posten, der gern vergessen wird: Sobald Bestellbestätigungen, Versandinfos und Passwort-Mails in größerer Zahl rausgehen, ist der eingebaute PHP-Mailversand keine verlässliche Lösung mehr, die Nachrichten landen im Spam oder kommen gar nicht an. Dann braucht es einen Transaktions-Mail-Dienst, der über eine geprüfte Infrastruktur zustellt. Brevo etwa ist bis 300 Mails pro Tag kostenlos, darüber beginnen die bezahlten Pakete bei unter 10 Euro im Monat (Stand Juni 2026: der Starter-Plan startet bei rund 9 US-Dollar im Monat für 5.000 Mails). Brevo passt seine Pläne und Preise häufig an. Für einen kleinen Shop kostet das wenig, eingeplant sein sollte es trotzdem.

Wartung. Updates für WordPress, WooCommerce und alle Plugins, dazu Backups und Sicherheitskontrollen, müssen jemand machen. Wer es selbst übernimmt, investiert realistisch zwei bis fünf Stunden im Monat. Wer es abgibt, zahlt für einen Wartungsvertrag. Was dabei drinstecken sollte und woran man einen fairen Vertrag erkennt, ist ein Thema für sich.

In Summe sind für einen professionell betriebenen Shop rund 100 bis 200 Euro im Monat eine realistische Hausnummer für Hosting, Wartung und Lizenzen zusammen. Ein reiner Einsteiger-Shop in Eigenregie lässt sich auch deutlich günstiger fahren, dann tragen Sie den Wartungsaufwand selbst.

Transaktionsgebühren: die Position, die fast jeder unterschätzt

Kurz gesagt: Bei jedem Verkauf zieht der Zahlungsanbieter eine Gebühr ab. PayPal berechnet für Waren und Dienstleistungen 2,49 Prozent plus 0,35 Euro pro Transaktion, Stripe ab 1,5 Prozent plus 0,25 Euro für Karten aus dem EWR. Diese Gebühr fällt dauerhaft auf jeden Euro Umsatz an und gehört in jede Marge.

Hosting und Plugins sind feste Kosten, die Zahlungsgebühren wachsen mit dem Umsatz. Genau deshalb werden sie am Anfang gern übersehen und tun später am meisten weh. Die meistgenutzten Anbieter im deutschen Handel rechnen so ab:

Bei PayPal gilt für Waren und Dienstleistungen im Inland ein Satz von 2,49 Prozent plus einer Festgebühr von 0,35 Euro pro Verkauf. Kartenzahlungen über die erweiterte Kartenabwicklung schlagen mit 2,99 Prozent plus 0,39 Euro zu Buche. Für Händler mit höherem Volumen nennt PayPal Vorzugskonditionen auf Anfrage. Bei Stripe kosten Standard-Kartenzahlungen aus dem Europäischen Wirtschaftsraum 1,5 Prozent plus 0,25 Euro, für Premium- und Firmenkarten aus dem EWR sind es 1,9 Prozent plus 0,25 Euro. Karten von außerhalb des EWR liegen bei 3,25 Prozent plus 0,25 Euro, eine SEPA-Lastschrift bei 0,35 Euro. Beide Anbieter verlangen keine Einrichtungs- oder Monatsgebühr, abgerechnet wird nur der tatsächliche Verkauf.

Als dritte Option lohnt für den deutschen Mittelstand ein Blick auf Mollie. Der Anbieter aus den Niederlanden bündelt SEPA, Kreditkarte, Klarna und weitere Methoden unter einem Vertrag und verlangt keine Monatsgrundgebühr. Eine Kreditkartenzahlung mit europäischer Verbraucherkarte kostet rund 1,8 Prozent plus 0,25 Euro, eine SEPA-Lastschrift 0,35 Euro. Wer verschiedene Zahlwege anbieten will, ohne mehrere Verträge zu verwalten, hat damit eine praktikable Alternative zu PayPal und Stripe.

Was das konkret bedeutet, zeigt eine Bestellung über 100 Euro: Über PayPal bleiben nach Abzug der Gebühr 97,16 Euro, über eine EWR-Karte bei Stripe 98,25 Euro. Klingt nach wenig. Bei 50 Bestellungen im Monat zu durchschnittlich 80 Euro sind das über PayPal rund 117 Euro Gebühren monatlich, also mehr als das gesamte Hosting. Bei knapp kalkulierten Produkten entscheidet diese Position darüber, ob am Ende Gewinn übrig bleibt.

Drei realistische Szenarien im Vergleich

Die folgende Übersicht fasst zusammen, womit Sie je nach Anspruch rechnen sollten. Die Setup- und Betriebszahlen sind Marktbeobachtungen und Erfahrungswerte, die Gebührensätze sind die offiziellen Konditionen der Anbieter.

Posten Einsteiger, selbst gebaut Solider Shop Agentur-Shop
Aufbau (einmalig) eigene Zeit, ab ca. 0 Euro Software niedriger vierstelliger Bereich ab ca. 5.000 Euro
Hosting (monatlich) ab ca. 5 Euro ca. 20 bis 50 Euro gemanagt, ca. 30 bis 80 Euro
Domain (jährlich) ca. 10 bis 20 Euro ca. 10 bis 20 Euro ca. 10 bis 20 Euro
SSL-Zertifikat meist gratis (Let’s Encrypt) meist gratis, sonst 5 bis 15 Euro/Jahr im Hosting enthalten
Plugins und Lizenzen (jährlich) Germanized ab ca. 85 Euro ca. 150 bis 400 Euro ca. 300 bis 800 Euro
Wartung selbst, 2 bis 5 Std./Monat Wartungsvertrag Wartungsvertrag inklusive
Zahlungsgebühr je Verkauf PayPal 2,49 % + 0,35 €, Stripe ab 1,5 % + 0,25 € (EWR-Karten), Mollie ab ca. 1,8 % + 0,25 €

Umzug von einer anderen Plattform

Viele suchen nach den WooCommerce-Kosten, weil sie von Shopify, Wix, Jimdo oder Magento wechseln wollen. Dann kommt ein Posten dazu, der beim Neustart entfällt: die Migration. Produktdaten, Kunden und Bestellungen müssen sauber übertragen werden, alte Adressen brauchen 301-Weiterleitungen auf die neuen URLs, damit Rankings und Verlinkungen nicht verloren gehen. Rechnen Sie außerdem mit einer kurzfristigen SEO-Delle in den ersten Wochen nach dem Umzug, bis Google die neue Struktur eingeordnet hat. Wer das einplant, erlebt keine böse Überraschung, und der Wechsel zahlt sich über die niedrigeren laufenden Kosten meist trotzdem aus.

Profi-Sicht: die versteckten Kosten

Wer schon einen Shop betreibt, kennt die Posten, die in keinem Schnellangebot stehen und trotzdem jedes Jahr fällig werden.

Lizenz-Verlängerungen. Premium-Plugins und -Themes werden in der Regel jährlich neu abgerechnet. Wer im ersten Jahr fünf Erweiterungen kauft, zahlt sie im zweiten Jahr wieder, oft mit moderater Preiserhöhung. Verfällt die Lizenz, bleiben Updates aus, und ein nicht aktualisiertes Plugin ist mittelfristig ein Sicherheitsrisiko.

Performance-Folgekosten. Jedes zusätzliche Plugin lädt mit und kann den Shop verlangsamen. Ein langsamer Shop verliert Käufer und Ranking, also wird irgendwann besseres Hosting oder eine Optimierung fällig. Welche Hebel hier wirklich wirken, zeigen wir in WooCommerce beschleunigen.

Recht und Datenschutz. Rechtstexte, Cookie-Banner und die korrekte Steuerlogik sind keine Einmalaufgabe. Ändert sich die Rechtslage, muss nachgezogen werden. Fehler hier sind teurer als jede Lizenz, weil eine Abmahnung schnell vierstellig wird.

Skalierung. Mehr Produkte, mehr Bestellungen, mehr Traffic verlangen über die Zeit stärkere Infrastruktur. Das ist ein gutes Problem, gehört aber in die Mehrjahresplanung, damit der Umzug auf größeres Hosting nicht überrascht.

Aus der Praxis: wenn die Gebühren die Marge fressen

In einem Projekt sahen wir einen Händler, der dekorative Kleinartikel mit Preisen um 9 bis 15 Euro verkaufte und sich über stagnierenden Gewinn wunderte, obwohl die Bestellungen liefen. Die Rechnung war schnell gemacht: Bei einem 9-Euro-Artikel über PayPal gehen 0,57 Euro an Gebühren weg, rund sechs Prozent allein für die Zahlung, dazu Verpackung und Versand. Die Lösung war keine neue Software, sondern eine andere Kalkulation: ein Mindestbestellwert, ein zweiter Zahlungsweg mit niedrigerer Fixgebühr für kleine Beträge und Produktbündel, die den durchschnittlichen Warenkorb anheben. Das Problem war nicht die Höhe der Kosten, sondern dass sie in der Kalkulation gefehlt haben.

Selbst rechnen statt schätzen

Bevor Sie ein Angebot einholen, hilft eine eigene grobe Schätzung, damit Sie Zahlen einordnen können. Unser kostenloser Rechner gibt Ihnen für Ihre Anforderungen eine realistische Richtwert-Spanne, ohne Anmeldung.

Was kostet Ihr Projekt?

Ein paar Klicks zu Umfang und Funktionen, und Sie erhalten eine grobe Orientierung für Website und Shop.

1. Was brauchen Sie?
2. Umfang
3. Zusatzfunktionen (Mehrfachauswahl)

Wir bei ihp media arbeiten mit Festpreisen statt offener Stundenabrechnung. Sie wissen vor dem Start, was der Shop kostet, und tragen nicht das Risiko, dass die Rechnung am Ende offen nach oben läuft. Welche Shop-Variante zu Ihnen passt, klären wir vorab, und ob WooCommerce überhaupt der richtige Weg ist oder eine Alternative, haben wir in WooCommerce oder Shopify gegenübergestellt.

Checkliste: Kostenfallen vermeiden

  • Sind die Transaktionsgebühren der Zahlungsanbieter in meiner Kalkulation pro Produkt eingerechnet?
  • Weiß ich, welche meiner Plugins jährlich neu zu bezahlen sind und wann?
  • Habe ich ein Budget für Wartung, Backups und Updates, in Geld oder in eigener Zeit?
  • Ist ein verlässlicher Versand für Bestell- und Systemmails eingeplant, statt auf den PHP-Standardversand zu vertrauen?
  • Sind Rechtstexte, Cookie-Banner und Steuerlogik für den deutschen Markt korrekt eingerichtet?
  • Trägt mein Hosting die erwartete Besucherzahl, auch zu Aktionszeiten?
  • Habe ich bei kleinen Produktpreisen einen Mindestbestellwert oder Bündel, damit die Fixgebühr nicht die Marge frisst?
  • Liegt mir ein Festpreis vor oder eine offene Stundenabrechnung mit unklarem Ende?
Das Wichtigste zum Mitnehmen

  • Was kostenlos ist, ist die Lizenz, nicht der Betrieb. Hosting, Plugins, Zahlungsgebühren und Pflege gehören von Anfang an ins Budget.
  • Rechnen Sie mit 300 bis 700 Euro im ersten Jahr für einen einfachen Selbstbau und ab etwa 5.000 Euro für einen professionell gebauten Shop.
  • Die Transaktionsgebühr von rund 1,5 bis 3 Prozent plus Fixbetrag pro Verkauf gehört in jede Produktkalkulation, vor allem bei niedrigen Preisen.
  • Ein Festpreis schützt vor der offenen Stundenfalle. Lassen Sie sich vor dem Start sagen, was am Ende auf der Rechnung steht.

Häufige Fragen

Ist WooCommerce wirklich komplett kostenlos?
Das Plugin selbst ja, es steht wie WordPress unter der freien GPL-Lizenz. Kosten entstehen durch Hosting, kostenpflichtige Erweiterungen, die Gebühren der Zahlungsanbieter und die Pflege.

Was kostet ein WooCommerce-Shop im ersten Jahr?
In Eigenregie realistisch 300 bis 700 Euro für Hosting, Domain und die wichtigsten Plugins. Professionell von einer Agentur gebaut beginnt der Aufbau bei etwa 5.000 Euro, dazu kommen die laufenden Betriebskosten.

Welche laufenden Kosten habe ich monatlich?
Für einen professionell betriebenen Shop sind 100 bis 200 Euro im Monat realistisch, zusammengesetzt aus Hosting, anteiligen Plugin-Lizenzen und Wartung. Ein Einsteiger-Shop in Eigenregie ist günstiger, wenn Sie die Pflege selbst übernehmen.

Wie hoch sind die Gebühren pro Verkauf?
PayPal nimmt für Waren und Dienstleistungen 2,49 Prozent plus 0,35 Euro je Verkauf, Stripe ab 1,5 Prozent plus 0,25 Euro für EWR-Karten, Mollie ab rund 1,8 Prozent plus 0,25 Euro für europäische Kreditkarten. Alle drei verlangen keine Grundgebühr, sondern rechnen pro Transaktion ab.

Welcher Zahlungsanbieter ist für kleine Bestellwerte am günstigsten?
Bei niedrigen Beträgen schlägt vor allem die Festgebühr durch. Ein Anbieter mit kleinerer Fixgebühr pro Transaktion, etwa Stripe oder Mollie mit 0,25 Euro statt 0,35 Euro bei PayPal, lohnt sich dann eher. Wer viele Kleinstbestellungen hat, kombiniert das oft mit einem Mindestbestellwert, damit die Fixkosten nicht die Marge aufzehren.

Welche Zusatzkosten entstehen beim Umzug von Shopify oder Wix zu WooCommerce?
Über die normalen Aufbaukosten hinaus fallen die Migration der Produkt-, Kunden- und Bestelldaten an, das Einrichten von 301-Weiterleitungen für die alten URLs und eine kurze SEO-Delle in den ersten Wochen, bis Google die neue Struktur erfasst hat. Mit Planung bleibt der Wechsel überschaubar und rechnet sich meist über die niedrigeren laufenden Kosten.

Lohnt es sich, den Shop selbst zu bauen?
Für einen Test oder ein kleines Sortiment kann sich der Selbstbau lohnen, wenn Sie Zeit und etwas technisches Verständnis mitbringen. Sobald Umsatz und Rechtssicherheit zählen, ist die selbst gebaute Variante oft die teuerste, weil Fehler bei Steuer, Recht und Sicherheit später Geld kosten.

Ist WooCommerce günstiger als Shopify?
Es verlagert die Kosten. WooCommerce hat keine monatliche Plattformgebühr, dafür tragen Sie Hosting, Plugins und Pflege selbst. Was für den Mittelstand wirklich zählt, vergleichen wir im Detail unter WooCommerce oder Shopify.

Quellen und weiterführende Informationen: Stripe-Preise Deutschland, PayPal Händler- und Verkäufergebühren, Mollie-Preise, Brevo-Preise, WooCommerce. Stand: Juni 2026. Die genannten Setup-, Hosting- und Wartungskosten sind Marktbeobachtungen und Erfahrungswerte aus dem deutschsprachigen Raum, keine amtliche Statistik. Die Gebühren- und Lizenzsätze entsprechen den zum Stand veröffentlichten Konditionen der Anbieter und können sich ändern.