- Das Google Unternehmensprofil ist kostenlos und für lokale Betriebe der wirksamste erste Schritt zu mehr Sichtbarkeit.
- Die Hauptkategorie und die NAP-Daten (Name, Adresse, Telefon) entscheiden stärker über das Ranking als jedes andere Feld.
- Der unterschätzte Hebel: nicht die Sternzahl der Bewertungen zählt, sondern der Text. Nennt ein Kunde die konkrete Leistung, rankt das Profil dafür.
- Beiträge, Fotos und gepflegte Öffnungszeiten sind keine Kür, sondern laufende Signale. Wer das Profil einmal einrichtet und vergisst, verliert den Kanal still.
Wer lokal nach einem Handwerker, einer Praxis oder einem Fachhändler sucht, sieht auf Google zuerst eine Karte mit drei Profilen, das sogenannte Local Pack. Diese drei Plätze stehen über allen organischen Treffern. Wer dort fehlt oder mit veralteten Daten erscheint, verliert Anfragen, ohne es zu bemerken.
Ob ein Unternehmen im Local Pack auftaucht, hängt maßgeblich davon ab, wie vollständig und aktuell sein Google Unternehmensprofil gepflegt ist. Dieser Ratgeber zeigt, welche Felder wirklich über die Sichtbarkeit entscheiden, welche Hebel die meisten Betriebe übersehen und wie das Profil mit der eigenen Website zusammenspielt. Den Gesamtrahmen liefert der Artikel Local SEO: In Ihrer Region online gefunden werden.
Eine Vorbemerkung, die sich durch den ganzen Text zieht: Sichtbarkeit und Anfrage sind zwei verschiedene Baustellen. Ein Profil kann ganz oben im Local Pack stehen und trotzdem keinen Anruf bringen, wenn die Fotos schwach sind, das Angebot unklar bleibt oder der erste Eindruck nicht überzeugt. Wer nur aufs Ranking optimiert, lässt die zweite Hälfte liegen. Beide Seiten gehören zusammen.
Was ist das Google Unternehmensprofil und was bringt es konkret?
Das Google Unternehmensprofil (früher Google My Business, heute offiziell Google Business Profile) ist ein kostenloser Eintrag in Googles lokalem Verzeichnis. Es erscheint in der Google-Suche und in Google Maps und zeigt Öffnungszeiten, Adresse, Telefonnummer, Website, Fotos, Leistungen und Kundenbewertungen, bevor der Nutzer überhaupt eine Website aufgerufen hat.
Für lokal tätige Betriebe ist das der erste Kontaktpunkt. Ein Nutzer, der „Elektriker München“ sucht, sieht im Local Pack drei Treffer prominent über allen anderen Ergebnissen. Wer dort fehlt oder mit veralteten Daten erscheint, taucht für diese Suchenden schlicht nicht auf.
Wie stark dieser Kanal wiegt, zeigt das Bewertungsverhalten der Nutzer. 97 Prozent der Verbraucher lesen Bewertungen, bevor sie sich für einen lokalen Anbieter entscheiden, und 71 Prozent nutzen dafür Google, mehr als jede andere Plattform. Die Zahlen stammen aus dem Local Consumer Review Survey 2026 von BrightLocal.
Anlegen und verifizieren: wie es läuft
Der Startpunkt ist business.google.com. Wer noch kein Profil hat, klickt auf „Unternehmen hinzufügen“ und gibt Name, Kategorie, Adresse oder Servicegebiet sowie Kontaktdaten ein. Wer ein bestehendes, unverifiziertes Profil findet, kann es beanspruchen.
Ein zentraler Punkt: Das Google-Konto, mit dem das Profil verwaltet wird, sollte dem Unternehmen gehören und nicht an eine Privatperson gebunden sein. Wechselt ein Mitarbeiter, der das Profil mit seinem Privat-Account angelegt hat, das Unternehmen, droht der Zugriffsverlust.
Die Verifizierungsmethoden
Google prüft nach der Profileingabe, ob das Unternehmen tatsächlich existiert. Welche Methode angeboten wird, entscheidet Google automatisch auf Basis von Branche, Standort und weiteren Faktoren. Eine freie Wahl ist laut Google-Hilfe nicht möglich.
Derzeit gibt es folgende Optionen:
- Videoaufzeichnung (heute häufigste Methode): Ein kurzes Smartphone-Video zeigt die Geschäftsräume, das Außenschild oder Logo und den Nachweis über den Zugang zum Standort. Die Prüfung dauert bis zu fünf Werktage.
- Live-Videoanruf: In manchen Fällen schaltet sich ein Google-Mitarbeiter per Videoanruf zu, der Ablauf ähnelt der Aufzeichnung. In Deutschland dominiert inzwischen die Aufzeichnung, der Live-Anruf wird nur noch selten angeboten.
- Telefon oder SMS: Google sendet einen Code, der im Profil eingegeben wird.
- E-Mail: Code kommt per E-Mail, Ablauf wie bei Telefon.
- Postkarte: Physischer Brief mit Code, Zustellung dauert laut Google bis zu 14 Tage, der Code ist 30 Tage gültig.
Bis die Verifizierung abgeschlossen ist, lassen sich Profilinformationen nicht bearbeiten, und das Profil hat eingeschränkte Sichtbarkeit.
Vollständig ausfüllen: die wichtigsten Felder
Google weist in seinen Richtlinien für das Unternehmensprofil darauf hin, dass vollständige Profile in relevanten lokalen Suchen häufiger erscheinen. Das ist kein Zufall: Google nutzt die Angaben, um zu entscheiden, ob ein Profil zu einer Suchanfrage passt.
Unternehmensname
Der Name im Profil muss exakt dem entsprechen, wie das Unternehmen real auftritt: auf Firmenschild, Briefpapier und Website. Keywords, Slogans, Öffnungszeiten oder Ortsangaben gehören nicht in den Namen, sofern sie nicht Teil des offiziellen Firmennamens sind. Das ist in den Google-Richtlinien ausdrücklich untersagt und kann zur Sperrung führen.
Kategorie
Die Hauptkategorie ist das wichtigste Feld überhaupt. Google nutzt sie für die Zuordnung in den lokalen Suchergebnissen. Die Logik dabei: „Dieses Unternehmen ist ein …“, nicht „hat ein …“. Also „Elektrobetrieb“, nicht „Unternehmen mit Elektroinstallationsservice“. Möglichst spezifisch wählen, nicht generisch. Über Zusatzkategorien lassen sich weitere Leistungsbereiche ergänzen, ohne das Profil zu verwässern.
Adresse oder Servicegebiet
Betriebe mit Ladenlokal geben ihre Adresse an. Wer beim Kunden vor Ort arbeitet (Handwerker, mobiler Dienstleister), hinterlegt ein Servicegebiet. Die eigene Adresse wird dann nicht öffentlich angezeigt.
Öffnungszeiten, Telefon, Website
Diese drei Angaben sind die, nach denen ein Suchender zuerst schaut. Telefonnummer und Website müssen mit den Angaben auf der eigenen Website und in anderen Verzeichnissen übereinstimmen, auch in Schreibweise und Formatierung. Abweichungen beim sogenannten NAP (Name, Address, Phone) beeinträchtigen das lokale Ranking. Mehr dazu im Profi-Abschnitt weiter unten.
Öffnungszeiten für Feiertage und Sonderschließungen sind ein eigenes Feld. Wer dort nichts einträgt, zeigt dem Kunden falsche Infos und riskiert vergebliche Anreisen.
Leistungen und Produkte
Über den Reiter „Leistungen“ lassen sich konkrete Angebote eintragen, bei Restaurants und Einzelhändlern auch Produkte mit Preisangaben. Diese Angaben erscheinen direkt im Profil und erhöhen die Chance, bei spezifischeren Suchanfragen aufzutauchen.
Bewertungen: der unterschätzte Ranking-Hebel
Die meisten Betriebe sehen Bewertungen als Vertrauenssignal nach außen. Das stimmt, ist aber nur die halbe Geschichte. Der eigentliche Ranking-Hebel liegt im Text. Schreibt ein Kunde „Die Dachreparatur in Augsburg lief schnell und sauber“, verknüpft Google das Profil mit den Begriffen „Dachreparatur“ und „Augsburg“. Genau für solche Suchanfragen taucht das Profil dann eher auf.
Wer Kunden nur um „eine kurze Bewertung“ bittet, verschenkt das. Besser ist die leise Lenkung: den Kunden bitten, kurz zu nennen, bei welchem Projekt man geholfen hat.
Die eigene Antwort auf die Bewertung ist dann die zweite Gelegenheit, den Kontext mit den passenden Begriffen zu bestärken. Wie man Bewertungen systematisch aufbaut und beantwortet, erklärt der Artikel Google-Bewertungen sammeln und professionell beantworten.
Antworten ist erlaubt und empfehlenswert, solange die Reaktion sachlich bleibt und keine personenbezogenen Daten des Verfassers nennt. Das gilt für positive wie negative Bewertungen. Wer eine Bewertung für regelwidrig hält, kann sie über das Dashboard melden. Google entfernt sie nur bei einem konkreten Richtlinien- oder Rechtsverstoß, etwa bei nachweislich unwahren Tatsachenbehauptungen oder bei Bewertungen von Personen, die nie Kunde waren. Eine Löschung ist nicht garantiert. Gefälschte Bewertungen einzukaufen ist wettbewerbsrechtlich problematisch und verstößt gegen die Google-Richtlinien.
Fotos richtig einsetzen
Profile mit mehreren aktuellen, hochwertigen Fotos erzielen mehr Klicks als Profile ohne Bildmaterial. In der Praxis wird das trotzdem regelmäßig ignoriert. Fotos sind kein Rankingfaktor, hier entscheidet sich die andere Hälfte: ob aus dem Treffer ein Klick und aus dem Klick eine Anfrage wird.
Google empfiehlt laut offizieller Dokumentation mehrere Foto-Typen mit jeweils mindestens drei Aufnahmen: Außenansichten, Innenräume, Teamfotos, Produktfotos, Arbeitsprozesse. Die technischen Mindestvorgaben: JPG oder PNG, mindestens 250 x 250 Pixel, empfohlen 720 x 720 Pixel, zwischen 10 KB und 5 MB.
Das Profilfoto ist das Logo, das Titelbild zeigt den Betrieb im besten Licht. Beide erscheinen besonders prominent. Nutzer-Fotos, die Kunden selbst hochladen, lassen sich nicht entfernen, sofern sie nicht gegen die Richtlinien verstoßen. Eigene Fotos anzuhäufen ist deshalb auch eine Strategie, das Gesamtbild aktiv zu gestalten. Fotos werden erst nach der Verifizierung angezeigt.
Beiträge und Aktuelles
Das Beitrags-Feature ist das am häufigsten unterschätzte Element. Über den Reiter „Beiträge“ lassen sich direkt in den Suchergebnissen kurze Updates, Angebote oder Veranstaltungshinweise veröffentlichen. Ein Interessent sieht diese Beiträge, bevor er die Website aufruft.
Beiträge sind kein direkter Rankingfaktor, aber ein Engagement-Signal. Klickt ein Nutzer im Local Pack auf ein aktuelles Angebot, wertet Google das als Relevanz. Manchmal blendet Google passende Textausschnitte aus den Beiträgen direkt im Suchergebnis ein. Ein Beitrag funktioniert deshalb am besten wie eine kleine Landingpage: ein klares Bild, ein konkretes Angebot, ein eindeutiger Button.
Laut Google-Hilfe gibt es drei Typen:
- Updates: allgemeine Neuigkeiten, Hinweise auf neue Leistungen, saisonale Informationen. Optionaler Call-to-Action-Button (z.B. „Jetzt anrufen“).
- Angebote: zeitlich begrenzte Aktionen mit Start- und Enddatum. Automatisch erscheint ein „Angebot ansehen“-Button.
- Veranstaltungen: Events mit Titel, Start- und Enddatum.
Beiträge ohne festgelegten Datumsbereich werden nach sechs Monaten archiviert. Wer das Feature einmal eingerichtet und dann vergessen hat, hat bald keine Beiträge mehr im Profil. Ein monatlicher Turnus ist realistisch und ausreichend. Telefonnummern im Beitragstext können zur Ablehnung führen, Kontaktdaten gehören ins Profil selbst.
Insights auswerten
Unter „Performance“ zeigt das Profil-Dashboard Kennzahlen zur Wirkung des Profils. Die wichtigsten:
- Suchanfragen: Wie viele Nutzer haben das Profil über eine Suche erreicht, und über welche Suchbegriffe?
- Aufrufe: Wie oft wurde das Profil in der Suche und in Maps angezeigt?
- Interaktionen: Klicks auf Website, auf „Route anzeigen“, direkte Anrufe aus dem Profil.
- Foto-Aufrufe: Wie oft wurden die Fotos angesehen?
Sichtbarkeit ist nur die halbe Miete. Das Profil rankt, der Anruf passiert. Die Insights zeigen beides: ob das Profil gefunden wird (Aufrufe) und ob es zur Handlung führt (Anruf- und Routen-Klicks). Steigen die Aufrufe, aber die Klicks auf die Website oder das Telefon bleiben aus, liegt das Problem nicht beim Ranking, sondern am Angebot im Profil, an den Fotos oder an einer schwachen Website dahinter. Wer beide Seiten liest, optimiert die richtige.
Profil pausieren, schließen oder löschen
Manchmal muss ein Profil weg, etwa bei einer Geschäftsaufgabe, einem Umzug oder einem doppelt angelegten Eintrag. Hier lohnt die Unterscheidung zwischen drei Wegen, weil sie unterschiedliche Folgen haben.
- Vorübergehend geschlossen markieren: für Umbau, Saisonpause oder einen geplanten Umzug. Das Profil bleibt bestehen, die Sichtbarkeit sinkt während dieser Zeit. Der richtige Weg, wenn der Betrieb zurückkommt.
- Dauerhaft geschlossen markieren: bei echter Geschäftsaufgabe. Das Profil bleibt mit dem Hinweis „Dauerhaft geschlossen“ sichtbar, bestehende Bewertungen und der Verlauf bleiben erhalten. Das ist sauberer als ein Löschversuch.
- Profil entfernen: Über „Unternehmensprofil entfernen“ lässt sich der Eintrag aus dem eigenen Konto löschen. Wichtig: Der öffentliche Eintrag in Google Maps verschwindet damit nicht zwangsläufig, weil Google den Standort eigenständig weiterführen kann.
Genau hier liegt die häufigste Fehlerquelle. Wer ein Profil „loswerden“ will, löscht es aus dem Konto und wundert sich, dass der Eintrag in Maps weiter steht, oft mit veralteten Daten und ohne Zugriff. Wer den öffentlichen Eintrag korrigiert haben will, muss ihn stattdessen beanspruchen und die Daten richtigstellen oder als geschlossen melden, statt ihn aus dem Konto zu werfen.
Ein doppelt angelegtes Profil meldet man besser über die Funktion für Duplikate, statt es zu löschen. Und bei einem Inhaberwechsel wird das Profil nicht gelöscht, sondern über die Nutzerverwaltung an den neuen Eigentümer übertragen. So bleiben Bewertungen und Verlauf erhalten.
Übersicht: Profil-Elemente auf einen Blick
| Profil-Element | Nutzen | Wichtigster Tipp |
|---|---|---|
| Unternehmensname | Grundlage jeder Suche | Exakt wie auf Firmenschild, keine Keywords einbauen |
| Hauptkategorie | Steuert, bei welchen Suchanfragen das Profil erscheint | Möglichst spezifisch, nicht generisch wählen |
| Adresse / Servicegebiet | Geografische Zuordnung in Maps und lokaler Suche | Ladenlokal = Adresse, Außendienst = Servicegebiet |
| Öffnungszeiten | Direkt sichtbar, beeinflusst Anrufzeiten und Vertrauen | Feiertage und Sonderschließungen pflegen |
| Telefon und Website | Direkte Kontaktaufnahme ohne Website-Besuch | Müssen mit allen anderen Quellen übereinstimmen (NAP) |
| Bewertungen | Vertrauen, Klickrate und Ranking über den Text | Kunden zur Nennung der Leistung anleiten, auf jede antworten |
| Fotos | Klickrate und erster Eindruck | Min. 3 Außen-, Innen-, Teamfotos; min. 720×720 px |
| Beiträge | Direktkommunikation und Engagement-Signal | Monatlich aktualisieren, kein Verfallsdatum lassen |
| Leistungen | Spezifischere Suchanfragen treffen | Konkrete Angebote eintragen, nicht nur Oberbegriffe |
| Insights | Zeigt, was das Profil wirklich bringt | Monatlich prüfen, Aufrufe gegen Interaktionen lesen |
Für Fortgeschrittene · überspringbar
Profi-Sicht: Citations, Schema und Tracking
Drei technische Hebel gehen über das reine Ausfüllen hinaus. Sie trennen ein gepflegtes Profil von einem, das wirklich rankt.
NAP-Citations gezielt aufräumen. NAP-Konsistenz endet nicht beim Profil. Google gleicht die Daten mit Erwähnungen im ganzen Netz ab, mit Branchenverzeichnissen, Social-Media-Profilen und Daten-Aggregatoren. Diese Erwähnungen heißen Citations. Bei einem Umzug oder einer neuen Telefonnummer aktualisieren die meisten nur das Profil. Die alten, widersprüchlichen Daten bleiben in Dutzenden Verzeichnissen stehen und drosseln die lokale Sichtbarkeit, weil sie Googles Vertrauen in die Echtheit des Eintrags untergraben. Praktischer Audit: den Firmennamen plus Telefonnummer in Anführungszeichen bei Google suchen. Jede Fundstelle mit abweichender Schreibweise (Das Örtliche, Gelbe Seiten, Yelp, Facebook, Branchenportale) ist eine Baustelle. Eine einheitliche Datenbasis ist mehr wert als ein weiterer Verzeichniseintrag.
LocalBusiness-Schema auf der Website. Ein JSON-LD-Markup vom Typ LocalBusiness auf der Kontakt- oder Startseite verknüpft Website und Profil als dieselbe Entität. Die NAP-Daten im Schema müssen exakt mit dem Profil übereinstimmen.
<script type="application/ld+json">
{
"@context": "https://schema.org",
"@type": "Electrician",
"name": "Mustermann Elektrotechnik GmbH",
"telephone": "+49 89 1234567",
"address": {
"@type": "PostalAddress",
"streetAddress": "Musterstraße 1",
"postalCode": "80331",
"addressLocality": "München",
"addressCountry": "DE"
},
"geo": { "@type": "GeoCoordinates", "latitude": 48.137, "longitude": 11.575 },
"openingHoursSpecification": {
"@type": "OpeningHoursSpecification",
"dayOfWeek": ["Monday","Tuesday","Wednesday","Thursday","Friday"],
"opens": "08:00", "closes": "17:00"
},
"url": "https://www.beispiel.de",
"sameAs": [
"https://www.google.com/maps/place/...",
"https://www.gelbeseiten.de/..."
]
}
</script>
Die geo-Koordinaten, die Öffnungszeiten und vor allem die sameAs-Verweise auf das Google-Profil und die wichtigsten Verzeichnisse sind der eigentliche Hebel: Sie sagen Google, dass Website, Maps-Eintrag und Citations dieselbe Entität sind. Genau dieses Detail fehlt in den meisten Standard-Anleitungen. Wer je nach Wochentag andere Öffnungszeiten hat, gibt openingHoursSpecification als Liste mit mehreren Einträgen an, einen je Zeitblock.
Website-Klicks aus dem Profil messen. Standardmäßig laufen die Profil-Besucher in der Webanalyse unter „Google organisch“, nicht unterscheidbar von der normalen Suche. Wer an die im Profil hinterlegte Website-URL einen UTM-Parameter hängt, trennt beide Quellen und sieht, was das Profil tatsächlich an Traffic bringt.
https://www.beispiel.de/?utm_source=google&utm_medium=organic&utm_campaign=gbp
Schritt für Schritt: Google Unternehmensprofil anlegen
- Vorbereitung: Ein Google-Konto anlegen, das dem Unternehmen gehört, nicht einem einzelnen Mitarbeiter. Firmendaten bereithalten: offizieller Name, Adresse, Telefonnummer, Website-URL.
- Profil erstellen: Auf business.google.com einloggen, „Unternehmen hinzufügen“ wählen, Name eingeben. Falls das Profil schon existiert, auf „Profil beanspruchen“ klicken.
- Kategorie wählen: Die Hauptkategorie auswählen, die das Kerngeschäft am präzisesten beschreibt. Weitere Leistungen als Zusatzkategorien ergänzen.
- Standort oder Servicegebiet eingeben: Bei Ladenlokal die vollständige Adresse. Bei Außendienstbetrieb Servicegebiet eingeben und Adresse ausblenden.
- Kontaktdaten und Öffnungszeiten befüllen: Telefonnummer, Website-URL, reguläre Öffnungszeiten. Feiertage sofort als Sonderzeiten eintragen.
- Verifizierung starten: Google wählt die Methode automatisch. Videoaufzeichnung vorbereiten: Außenansicht mit Firmenschild, Innenräume, Beweis über Zugang. Video hochladen oder Live-Anruf vereinbaren. Auf Bestätigung warten, bis zu fünf Werktage.
- Profil vollständig ausfüllen: Nach Verifizierung Fotos hochladen, Leistungen eintragen, Unternehmensbeschreibung verfassen (max. 750 Zeichen, Keywords natürlich einbauen).
- Ersten Beitrag veröffentlichen: Ein kurzes Update zu aktuellen Angeboten oder einer Neuigkeit.
Praxisbeispiel
Ein typischer Fall: Bei einem Sanitärbetrieb ist das Google-Profil seit drei Jahren nicht angefasst. Name und Adresse stimmen, aber die Öffnungszeiten sind veraltet, Fotos fehlen komplett, und die Kategorie lautet „Unternehmen“ statt „Klempner“. Das Profil erscheint zwar in Maps, wird aber kaum geklickt.
Die Überarbeitung ist überschaubar: Kategorie auf „Klempner“ und „Sanitärinstallation“ geändert, aktuelle Fotos hochgeladen, Leistungen eingetragen, ein erster Beitrag zu einer Aktion veröffentlicht. Die Insights einige Monate später zeigen dann in der Regel mehr Profilaufrufe und mehr Klicks auf die Telefonnummer. Wie stark der Effekt ausfällt, hängt von Branche, Wettbewerb und Ausgangslage ab, eine seriöse Pauschalzahl gibt es dafür nicht. Der Aufwand für die Ersteinrichtung liegt bei wenigen Stunden, die laufende Pflege bei einer halben Stunde im Monat.
Sofort-Checkliste: Google Unternehmensprofil
- Google-Konto gehört dem Unternehmen, nicht einer Einzelperson
- Profil ist verifiziert
- Unternehmensname entspricht exakt dem offiziellen Namen (kein Keyword-Stuffing)
- Hauptkategorie trifft das Kerngeschäft präzise
- Adresse oder Servicegebiet korrekt eingetragen
- Öffnungszeiten aktuell, Feiertage gepflegt
- Telefonnummer und Website stimmen mit allen anderen Quellen überein (NAP-Konsistenz)
- NAP-Citations in den wichtigsten Verzeichnissen geprüft und vereinheitlicht
- Mindestens drei Außenfotos, drei Innenfotos, drei Teamfotos hochgeladen
- Profilfoto (Logo) und Titelbild gesetzt
- Leistungen eingetragen, Unternehmensbeschreibung verfasst
- Mindestens ein Beitrag veröffentlicht
- Auf alle vorhandenen Bewertungen geantwortet, Kunden zur Nennung der Leistung angeleitet
- Insights-Kennzahlen bekannt und werden monatlich geprüft
- Das Google Unternehmensprofil ist kostenlos und für lokale Betriebe der wirksamste erste Schritt zu Sichtbarkeit.
- Die Hauptkategorie und die NAP-Konsistenz über das ganze Netz entscheiden stärker über das Ranking als jedes andere Feld.
- Bei Bewertungen zählt der Text, nicht nur die Sternzahl. Kunden zur Nennung der konkreten Leistung anleiten.
- Beiträge verfallen nach sechs Monaten. Wer das Profil nicht regelmäßig pflegt, verliert diesen Kanal still.
Häufige Fragen
Was kostet ein Google Unternehmensprofil?
Nichts. Das Profil und seine Pflege sind kostenlos. Google verdient an Anzeigen, der Eintrag selbst kostet kein Geld. Wer für das bloße Anlegen oder Pflegen eines Profils eine Rechnung bekommt, ist meist an einen unseriösen Drittanbieter geraten.
Kann ich ein Google Unternehmensprofil ohne physischen Standort anlegen?
Ja. Betriebe, die beim Kunden vor Ort tätig sind (Handwerker, mobile Dienstleister), hinterlegen statt einer Adresse ein Servicegebiet. Die eigene Adresse wird dann nicht öffentlich angezeigt.
Wie lange dauert die Verifizierung?
Das hängt von der Methode ab. Bei Videoaufzeichnung dauert die Prüfung laut Google bis zu fünf Werktage. Eine Postkarte kommt in der Regel innerhalb von 14 Tagen an, der Code ist 30 Tage gültig. Welche Methode angeboten wird, entscheidet Google automatisch.
Wie lösche ich ein Google Unternehmensprofil?
Über „Unternehmensprofil entfernen“ im Konto. Der öffentliche Eintrag in Google Maps kann bestehen bleiben, weil Google Standorte eigenständig führt. Ein doppelt angelegtes Profil meldet man besser als Duplikat, statt es zu löschen. Bei Geschäftsaufgabe ist „Dauerhaft geschlossen“ der sauberere Weg.
Was passiert, wenn ich Keywords in den Unternehmensnamen einbaue?
Das verstößt gegen die Google-Richtlinien. Namen wie „Muster GmbH – bester Elektriker München 24h“ können zur Sperrung des Profils führen. Im Namen steht nur der offizielle Firmenname.
Darf ich negative Bewertungen einfach löschen?
Nein. Bewertungen lassen sich nur melden, wenn sie gegen die Richtlinien verstoßen. Google prüft die Meldung und entfernt die Bewertung nur bei einem konkreten Verstoß. Einen automatischen Löschanspruch gibt es nicht. Richtig reagieren statt ignorieren ist die bessere Strategie. Mehr dazu im Artikel Google-Bewertungen sammeln und professionell beantworten.
Wie hängen Google Unternehmensprofil und lokale Landingpages zusammen?
Das Profil und eine gut optimierte Landingpage ergänzen sich. Das Profil erscheint prominent in Maps und im Local Pack. Eine lokale Landingpage liefert die organische Suchabdeckung und hält den Besucher auf der eigenen Website. Beide Bausteine gehören zu einer vollständigen lokalen SEO-Strategie.
